30.11.2020 - 11:13 Uhr
WinklarnOberpfalz

Markträte geben grünes Licht für Feuerwehrhaus-Umbau in Pondorf

Die Mitglieder der Feuerwehr Pondorf können ein Bauprojekt in Angriff nehmen. Der Marktgemeinderat Winklarn genehmigt den Plan für den Umbau des Gerätehauses. Um Geld zu sparen, wollen die Brandschützer auch selbst anpacken.

Mit dem Feuerwehrhaus in Pondorf haben die Mitglieder der örtlichen Feuerwehr Einiges vor. Die Umbau- und Sanierungspläne für die Innenräume haben jetzt den Marktgemeinderat passiert.
von Annemarie MösbauerProfil

In der Sitzung des Winklarner Marktgemeinderates wurde das Vorhaben der Feuerwehr Pondorf genehmigt. Die Mitglieder planen für ihr Gerätehaus eine Grundsanierung der Innenräume. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 41 000 Euro. Das Projekt umfasst folgende Abschnitte: Verlegung der Anhängergarage und der Umkleiden, Vergrößerung des Versammlungsraumes, Neugestaltung der Küche und Einbau einer Gasheizung. Wie in der Sitzung zu hören war, wollen die Feuerwehr-Aktiven bei der Umsetzung möglichst viel Eigenleistungen erbringen, um die Baukosten zu minimieren.

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Winklarn

Zugestimmt hat das Gremium dem Antrag des Fördervereins der Grundschule Winklarn-Thanstein, die Idee "Zimmer im Grünen" zu verwirklichen. Mit dem Projekt soll den Schülern eine Möglichkeit zum Unterricht im Freien geboten werden, ergänzt um Beschattung für heiße Tage. Auch für die Mittagsbetreuung werde damit ein Rückzugsort geschaffen. Der genaue Standort muss zwischen Förderverein, Schulverband und Schulleitung noch festgelegt werden. Nach der Klärung der Fördermöglichkeiten soll die Umsetzung durch den Schulverband/Förderverein erfolgen.

Pläne für Hundetoiletten

Auf Anregung des Gremiums recherchierte die Verwaltung nach möglichen Systemen für Hundetoiletten. Es wurden Modelle mit einer Preisspanne zwischen 300 und 450 Euro gefunden. Als Standorte schlug die Bürgermeisterin das Bushäuschen an der Kirche in Winklarn, den Radweg beim Ortsausgang von Winklarn und Schneeberg sowie in Aschahof und in Muschenried am Brunnen vor. Ratsmitglied Kerstin Bauer hatte Bedenken, ob die Herrchen und Frauchen beim Gassigehen diese Stellen auch frequentieren werden. Gegen den Standort an der Bushaltestelle war Michael Wagner. Eine Hundetoilette neben wartenden und spielenden Kindern passe nicht. Er schlug vor, diese am Ortsrand Richtung Windhals aufzustellen. Das Gremium beschloss vier Toiletten für einen einjährigen Probelauf zu bestellen. Die Standorte werden nach weiteren Beratungen noch bestimmt.

Der privatrechtlichen Vereinbarung mit dem Landkreis Schwandorf für die Glascontainerstellplätze stimmten die Markträte zu. Der Beitrag des Landkreises pro Bürger und Jahr wird von 75 Cent auf 80 Cent erhöht. Das Gremium stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu, die Steuerhebesätze im Haushaltsjahr 2021 unverändert zu lassen. Die Hebesätze für die Grundsteuer A, die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer bleiben bei jeweils 320 Prozent.

Zuschüsse genehmigt

Wie immer am Ende des Jahres entschied das Gremium über die Auszahlung von Zuschüssen. So erhält die Blaskapelle Kunschir pro Schüler in der Ausbildung 62,50 Euro, die Caritas erhält für ihr Hospiz-Angebot 75 Euro. Die Städtische Musikschule Neunburg bekommt 150 Euro, die Verkehrswacht 75 Euro und die Feuerwehr Winklarn 105 Euro

Für die Programmaufstellung 2021 der Städtebauförderung bei der Regierung der Oberpfalz hat die Marktgemeinde folgenden Bedarf gemeldet: 100 000 Euro für den Ausbau der Bahnhofstraße bis zum Marktplatz, 100 000 Euro für die Rückgebäude des Thammerhauses, 100 000 Euro für die Revitalisierung eines Leerstandes und 140 000 Euro für das kommunale Förderprogramm. Bei privaten Vorhaben müsse von den Interessierten selbst ein eigener Antrag gestellt werden, hieß es.

Bürgermeisterin Sonja Meier informierte noch über zwei nichtöffentliche Beschlüsse: Den Auftrag für die Erneuerung der Heizungsverteilung erhielt die Firma Alois Herdegen. Beim Verkauf von Bauparzellen durch den Markt Winklarn sind künftig in die notariellen Verträge eine Bauverpflichtung und ein Wiederkaufsrecht aufzunehmen.

Weiter informierte die Bürgermeisterin über die Absage des Heimatfestes 2021. Da aufgrund der Corona-Pandemie keine Bürgerversammlungen abgehalten werden können, haben sich die vier Mitgliedsgemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft darauf geeinigt, einen Rechenschaftsbericht herauszugeben. Zu Beginn der Sitzung hatte das Gremium die Protokolle der insgesamt vier öffentlichen Sitzungen im August und Oktober anerkannt. Zugestimmt wurde noch einem Bauantrag für Dachgauben an ein Wohnhaus an der Schanz in Winklarn.

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