Bei der jüngsten Winklarner Markratssitzung wurde der Tagesordnungspunkt „Informationen und Anfragen“ auf Antrag von drittem Bürgermeister Robert Eibl vorgezogen. Eibl erkundigte sich nach dem Sachstand der Planungen und der Kosten für das Dorfgemeinschaftshaus, um die er in der Sitzung am 24. September bat.
Weiter wollte er wissen, wie hoch die Gutachterkosten bei der Kläranlage Muschenried sind und wie viel die Teilzahlungen beim Versicherungsfall in der Küche der ehemaligen Sparkasse betragen. „Diese Fragen werde ich in der nächsten Sitzung beantworten“, so Bürgermeisterin Sonja Meier. Marktrat Michael Merthan schlug vor, das Bürgermeisteramt von der Teilzeitstelle in eine Vollzeitstelle aufzustocken, um den Zeitdruck der Bürgermeisterin etwas zu lockern.
Bauleitplanung vorgestellt
Vanessa Müller und ihre Kollegin Vera Königsdorfer vom beauftragten Planungsbüro Neidl & Neidl aus Sulzbach-Rosenberg stellten die aktuelle Entwurfsfassung zur Bauleitplanung im Gewerbegebiet „Beim Roten Kreuz“ vor. Für die Ausgleichsflächen sind 1.900 Wertepunkte erforderlich. Es fehlen aber noch fast die Hälfte, da die ausgewiesenen Flächen zu kleinteilig oder mit teilweisem Baumbewuchs sind. Bei der Auswahl muss auf bewährte Kriterien für die am Roten Kreuz lebende Feldlerche eingegangen werden. Sie ist gebietstreu, aber nicht ackertreu.
Nach langer Diskussion schlug der Marktrat aus diesem Grund eine Fläche am Kalvarienberg vor. Als weiteres arbeitete die Architektin folgende Einwände ein: Baubeginn außerhalb der Vogelbrutzeit, Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern, Anlegen einer Blühwiese und einer Ackerbrache, sowie den Bau von Fledermausnistkästen für eine dauerhafte Nutzung. Dieser Entwurf wurde vom Gremium einstimmig gebilligt. Die Verwaltung wird beauftragt, die öffentliche Auslegung durchzuführen. Im Rahmen der Programmaufstellung 2026 muss die jährliche Meldung des Bedarfs für die Städtebauförderung bei der Regierung der Oberpfalz erfolgen.
Anmeldung für Städtebauförderung
Für den Verbleib des Marktes Winklarn in der Städtebauförderung ist diese Meldung wichtig, damit anstehende Maßnahmen wie die Bahnhofstraße, der Marktplatz oder der Stadelweg bei der Förderung berücksichtigt werden könnten. Die Meldung stellt aber noch keinen Förderantrag dar, sondern dient der Regierung nur für einen Überblick über anstehende Maßnahmen.
Der Marktrat beschloss für 2026 folgenden Bedarf in nach Prioritäten geordneter Reihenfolge zu melden: 1. Neugestaltung der Bahnhofstraße und des Marktplatzes: 300.000 Euro, 2. Sanierung des Stadelwegs: 500.000 Euro, 3. Erstellen einer Gestaltungsfibel: 25.000 Euro, 4. Kommunales Fassadenprogramm: 50.000 Euro, 5. Erwerb/Revitalisierung eines Leerstands: 50.000 Euro, 6. Kleinbeiträge für das Leerstandskonzept: 16.000 Euro, Förderprogramm „Jung kauft Alt“: 10.000 Euro.
Zur Erstellung eines Bedarfsplans nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) wurde im Sommer eine Elternbefragung durchgeführt. Kindgerechte Bildung, Erziehung, Betreuung und auch wohnortnahe Betreuung von Kindern mit bestehender oder drohender Behinderung spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Auswertung ergab ein ausreichendes Betreuungsangebot mit Kita, Kindergarten und Grundschule mit Mittagsbetreuung. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Marktrat dem Tekturplan zum Abbruch eines Geräteschuppens und zur Errichtung einer Garage am bestehenden Wohnhaus auf dem Flurstück 626/8 der Gemarkung Winklarn.
Gemeldete Projekte für Städtebauförderung
- Neugestaltung der Bahnhofstraße und des Marktplatzes 300 000 €
- Ausbau des Stadelweges 500 000 €
- Erstellung einer Gestaltungsfibel 25 000 €
- Kommunales Fassadenprogramm 50 000 €
- Erwerb oder Revitalisierung eines Leerstandes 50 000 €
- Leerstandskonzept und Beratungen 16 000 €
- Förderprogramm "Jung kauft Alt" 10 000 €














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