13.11.2020 - 11:26 Uhr
WinklarnOberpfalz

Neuer Geheimtipp für Wanderer: Winklarner Marterlwege optimiert

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Der Weg ist das Ziel: Die drei neu markierten Wanderwege rund um Winklarn sind zusammen circa 30 Kilometer lang. Zwei Teams sind mit Klebepistole und Astschere unterwegs. Das Ergebnis: Mehr Panorama, weniger Asphaltstraße.

Der Weiher bei Muschenried ist auch im Herbst ein Naturjuwel. Anja Ried (rechts) und Johanna Bösl kleben die Markierung für den „W 3“-Weg an den Baumstamm. Ramona Griebl und Bürgermeisterin Sonja Meier (Mitte) präsentieren die Wanderkarte, und Lucie testet die Sitzbank.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Der Kalvarienberg zwischen Zengeröd und Winklarn ist ein beliebtes Ausflugsziel. Seit Anfang November ist er als Teil des Marterlwanderweges „W 4“ mit einem lila Punkt versehen. Auch bei der Sitzgruppe am Muschenrieder Weiher prangt ein Schild ( „W3“) und in der Schneeberger und Pondorfer Flur können sich die Wanderer am „W 2“-Weg an einem roten Dreieck orientieren.

Neue Strecken

Viele Oberpfälzer Kommunen setzen auf das Tourismusthema Wandern. Auch die Marktgemeinde Winklarn will sich hier neu positionieren. Auf Initiative von Bürgermeisterin Sonja Meier wurden die drei bestehenden Marterlwege überarbeitet und teilweise eine neue Routenführung überlegt. „Damit sie in das Wanderwegekonzept des Tourismuszentrums Oberpfälzer Wald reinpassen“, erklärte Meier im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Denn dafür gibt es die Vorgabe „maximal 50 Prozent asphaltierte Straße“.

Im Altlandkreis Oberviechtach sind fast 500 Flur- und Kleindenkmäler dokumentiert

Zusammen mit einigen ehrenamtlichen Helfern war die Bürgermeisterin etliche Tage in der Flur unterwegs. Ausgerüstet mit Astschere und Schildern wurden teils bei „zapfiger Kälte“ rund 30 Kilometer Wegenetz abgegangen. „Damit die Leute wissen, wo sie abbiegen müssen“, erklärte Beate Politzka, als sie beim Pressetermin auf dem Panoramaweg hoch über Pondorf zusammen mit Malermeister Reinhard Frisch ein Schild mit rotem Dreieck anbringt. Neben seiner Zeit spendiert Frisch auch gleich den Power-Kleber.

In Muschenried suchte Anja Ried eine neue Streckenführung (elf Kilometer) abseits der Straße aus. „Unsere Wege führen in die freie Flur und durch den Wald, und sie punkten mit vielen Sitzgelegenheiten und tollen Fernblicken“, sagt Sonja Meier. Nachdem jetzt etliche Marterl nicht mehr direkt am Weg liegen, will die Gemeinde Hinweise zu den Kleinoden anbringen. Gedacht ist an ein Schild mit Beschreibung und Bild des Marterls sowie dessen Geschichte.

Buch als Grundlage

Die Grundlage dafür bildet das Buch „Flur- und Kleindenkmale im Bereich der Marktgemeinde Winklarn“, welches 2004 (Leitung: Werner Winderl) herausgegeben wurde. „Viele Wanderer wollen auch kulturell etwas mitnehmen“, weiß die Bürgermeisterin. Sie freut sich, dass sich drei Wegepaten bereiterklärt haben, den Zustand der Strecken im Auge zu behalten. „Wenn jemand Auffälligkeiten bei der Markierung bemerkt, bitte melden“, appelliert Sonja Meier an die Bürger. Sie freut sich, dass die Winklarner Rundwege bald über das Tourismuszentrum Nabburg beworben werden können.

Hintergrund:

Drei Rundwege

  • Grundlage: Mit dem Buch „Flur- und Kleindenkmale im Bereich der Marktgemeinde Winklarn“ von 2004 haben die Autoren Werner Winderl, Alfons Bittner, Annemarie Mösbauer und Andreas Sorgenfrei eine Bestandsaufnahme mit Wanderführer erarbeitet. Die drei Marterl-Rundwanderwege sind jetzt teilweise mit einer neuen Wegeführung versehen und markiert.
  • „W 2“ Schneeberg/Pondorf: Länge: 13 Kilometer. Strecke: Schneeberg, Aschahof, Frauensteiner Wald, Pondorf, Schneeberg. Markierung: rotes Dreieck. Wegepatin: Beate Politzka.
  • „W 3“: Muschenrieder Flur: Länge: 11 Kilometer. Strecke: Muschenried, Graf-Leu-See, Brunnenanlage, Haag, Wastlhof, Muschenrieder Naturweiher. Markierung: grün-oranges Dreieck. Wegepatin: Anja Ried.
  • „W 4“: Winklarn/Zengeröd: Länge: 7 Kilometer. Strecke: Marktplatz Winklarn, Kalvarienberg, Zengeröd, Untereppenried, Obereppenried, Fischerhof, Scheibenhaus, Hundhagermühle, Winklarn. Markierung: lila Punkt. Wegepatin: Johanna Bösl.

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