Die Feuerwehr Pondorf hat einen besonderen Tag für die Segnung des sanierten Gerätehauses und des Tragkraftspritzenanhängers (TSA) gewählt: den Florianstag am Samstag. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst in der Halle von Otto Frischmann. Pfarrer Thomas Hösl sprach in seiner Predigt die wichtige Aufgabe der Feuerwehr an: Menschen zu helfen.
Anschließend formierte sich ein Festzug mit der Blaskapelle Kunschir und den 14 Feuerwehren des Bereiches von Kreisbrandmeister Peter Killermann (Eigelsberg, Haag, Langau, Lind, Muschenried, Nunzenried, Obermurach, Oberviechtach, Pirkhof, Pondorf, Pullenried, Schneeberg, Wildeppenried und Winklarn) zum Gerätehaus. Dort hieß Kommandant Sebastian Ruml die zahlreichen Feuerwehren sowie die Ehrengäste – Bürgermeisterin Sonja Meier, Kreisbrandinspektor Christian Weinfurtner, Kreisbrandmeister Peter Killermann, Ehrenbürger Hans Bock und Pfarrer Thomas Hösl – willkommen. Nach kurzen Gebeten, auch für die Feuerwehr Iffelsdorf, die selber einen großen Brandschaden erlitten hatte, segnete der Geistliche das sanierte Gerätehaus und den neuen Tragkraftspritzenanhänger, der den ins Alter gekommenen Anhänger Baujahr 1957 ersetzt.
Gebäude wurde kernsaniert
Im vergangenen Jahr war das Gebäude kernsaniert worden. Der Bau wurde komplett entkernt und der nicht mehr gebrauchte Raum für die Viehwaage mit integriert. Die Räume wurden neu eingeteilt: in einen Geräteraum für den Anhänger und die Ausrüstung und einen Gemeinschaftsraum mit Teeküche. Erneuert worden waren zudem die Wasser- und Stromleitungen, der Verputz, die Fenster und auch der Estrich. Eine neue Fußbodenheizung sorgt für Wärme. Die Arbeiten erledigten die Feuerwehrkameraden und die gesamte Dorfgemeinschaft in Eigenregie. Lediglich das Material finanzierte die Marktgemeinde Winklarn.
Bürgermeisterin Sonja Meier dankte der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft Pondorf für ihren Arbeitseinsatz beim Gerätehaus-Umbau und bei der Festvorbereitung. Sie sprach auch die Kosten an: Der geländegängige Tragkraftspritzenanhänger mit Eigenstromversorgung und Waldbrand-Set kostete 54.000 Euro minus 11.400 Euro Zuschuss. Die Materialkosten für den Umbau beliefen sich auf 53.000 Euro. "Alles gut investiertes Geld", wie sie betonte. Zur bleibenden Erinnerung an diesen Tag überreichte sie den beiden Kommandanten eine kleine Erinnerungstafel. Auch Kreisbrandinspektor Christian Weinfurtner dankte der Feuerwehr Pondorf für ihren Arbeitseinsatz und mit den Worten "Das ist gut angelegtes Geld" dem Markt.
Muskelkraft war gefragt
Das anschließende gemütliche Beisammensein gestaltete die Blaskapelle Kunschir mit bayerischer und böhmischer Blasmusik. Am Sonntag nach dem Frühschoppen und dem Mittagessen belustigte das „Bulldog-Ziang“ die zahlreichen Zuschauer. Die angemeldeten Gruppen aus Hannesried, Lind, Muschenried, zweimal Schneeberg und Winklarn mussten dabei ihre Stärke mit Muskelkraft zeigen. Es galt, einen 15 PS starken Oldtimerbulldog mit 15 Mann beim Starten zu bremsen und noch 1,5 Meter zurück zu ziehen. Unter lauten Anfeuerungsrufen kämpften die sechs Mannschaften einzeln gegen die 15 PS des Traktors. Den Sieg holte sich die Gruppe aus Muschenried vor dem Team aus Schneeberg.
Für Unterhaltung sorgten am Sonntag die „Z’s“ aus Schönsee. Von den Gästen kam allseits großes Lob, wie das kleine Dorf dieses große Fest stemmen konnte. Die Feuerwehrleute hatten nicht nur das Zelt aufgebaut, sondern auch die Gäste mit Essen und Getränken versorgt. Die Frauen boten über 40 selbstgebackene Kuchen an.
















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.