27.09.2019 - 14:58 Uhr
WinklarnOberpfalz

Spannendes Übungsszenario in der Aktionswoche

Ein schwerer Verkehrsunfall mit Traktor und Fischtransport ruft die Einsatzkräfte zum Winklarner Marktplatz. Vor Ort stellt sich das Unglück als Übungsszenario heraus, das die Aktiven in der Feuerwehr-Aktionswoche fordert.

Eine heftige Kollision mit Traktoren und Autos bildete das Szenario für die übung der Winklarner Feuerwehren in der Aktionswoche.
von Annemarie MösbauerProfil

Auf den Notruf waren die Feuerwehren aus Winklarn, Muschenried und Schneeberg, das BRK und die Polizei aus Oberviechtach zur simulierten Unglücksstelle geeilt. Kreisbrandmeister (KBM) Peter Killermann hatte sich für die Aktionswoche ein realistisches Unfallszenario überlegt: Beim Linksabbiegen eines Traktors gerät ein Auto samt Anhänger mit lebenden Fischen unter den ausscherenden Pflug. Die beiden Insassen dieses Autos können sich leicht verletzt retten. Ein nachfahrender Pkw wird von einem anderen Bulldog, dessen Fahrer betrunken ist, unter den Anhänger geschoben. Fahrer und Beifaher werden schwer verletzt und eingeklemmt.

Unter der Regie von Einsatzleiter Stephan Killermann gingen die Retter ans Werk. Priorität hatte natürlich die Bergung der Schwerverletzten. Unterstützt von den Rettungskräften des BRK, kümmerten sich die Winklarner Feuerwehr um die Eingeklemmten. Zur Rettung wurde das Dach des Autos abgetrennt. Diese Methode ist zwar etwas zeitaufwendiger, dafür schonender für die Patienten. Der Anhänger mit den Fischen musste gestützt werden, damit er nicht kippen konnte.

Die Aktiven der Schneeberger Feuerwehr mussten die Unfallstelle ausleuchten, eine Frischwasserzufuhr für die Fische aufbauen und die leicht verletzten Autoinsassen beruhigen, die sich eine Auseinandersetzung mit dem Traktorfahrer lieferten. Für die Verkehrssicherheit und die Absicherung der Unfallstelle sorgte die Muschenrieder Wehr. Eingebunden waren auch die Polizeibeamten Franz Schottenhammel und Beatrix Daiminger (Inspektion Oberviechtach): Unter anderem nahmen sie dem alkoholisierten Traktorfahrer die Schlüssel ab und verwarnten „Gaffer“ mit Handys.

Kreisbrandinspektor Richard Fleck und Kreisbrandmeister Peter Killermann lobten die ruhige, besonnene und fachlich einwandfreie Arbeit der Beteiligten. Bei der anschließenden Besprechung dankte der KBM allen Teilnehmern: den Feuerwehrkräften, der Polizei, dem BRK für die Bergung und das Schminken der Verletzten, den Bulldogfahrern Rudolf Ebner und Alfons Linsmeier sowie der Jugendfeuerwehr für ihre Dienste.

Kurz und prägnant beurteilte Bürgermeister Sonja Meier diese Ernstfallprobung: „Respekt und Hut ab“. Positiv beurteilte auch Hauptkommissar Franz Schottenhammel die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren. Für diese Übung hatte Kreisbrandmeister Peter Killermann viel Arbeit und Mühen auf sich genommen. Das Szenario gestaltete sich dermaßen realistisch, dass so mancher Passant zunächst annahm, Zeuge eines echten Unfalls zu sein.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.