Winklarn/Jerusalem. Zelebrant war jeweils Pater Prior Matthias Karl, ein gebürtiger Schneeberger (Marktgemeinde Winklarn), der zuvor schon 2010 und 2014 Winklarner Pilgergruppen geistlich betreut hatte. Während Pater Matthias in der Vergangenheit die Gruppe nahezu täglich begleiten und auch mit ihr übernachten konnte, prägte ihn sein neues Amt als Abtstellvertreter und zweithöchster Benediktiner in Israel im Hinblick auf das Zusammensein mit der Gruppe. Mehr oder weniger konnte er sich nur Zeit für die Gottesdienste nehmen, zu denen er entweder zu Fuß aus der Dormitio-Abtei kam oder mit dem Auto zu den Pilgern stieß.
Während er früher durchaus auch in T-Shirt, kurzer Hose und Sandalen am Programm teilnahm, zeigte er sich diesmal immer in seinem schwarzen Benediktiner-Habit; Telefonate mit geistlichen Würdenträgern oder Aufgaben in Stellvertretung des Abtes waren an der Tagesordnung. Die 36 Teilnehmer dieser Reise folgten nicht nur den Spuren Jesu, sondern lernten auch Orte und Geschichte des jüdischen Volkes vor etwa 2000 Jahren kennen (Herodion, Massada, Kapharnaum, Caesarea Philippi und dergleichen.
Sie erlebten ebenfalls die aktuelle politische Lage im Nahen Osten beim Besuch des Tempelbergs mit der Anwesenheit von israelischen Soldaten, auf den annektierten Golanhöhen mit Beobachtungsposten von UN-Soldaten, bei den akribischen und vielfältigen Kontrollen bei Abflug und Rückflug. Dennoch: Von den gewaltsamen Auseinandersetzungen Israels mit den Palästinensern im Gazastreifen, Unruhen oder sonstigen Zwischenfällen bekamen die Pilger nichts mit, die Wanderungen und Busfahrten gestalteten sich wie normale Ausflüge in der Oberpfalz. Israel und das Heilige Land bleiben immer eine Reise wert.




















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