20.09.2019 - 11:27 Uhr
WinklarnOberpfalz

Staunen in prächtiger Klosterbibliothek

Ein Schloss als Filmkulisse und eine Bibliothek mit 200 000 Büchern: Zwei besondere Reiseziele hatte sich der Seniorentreff Winklarn/Thanstein für seinen Tagesausflug ausgesucht.

Die Reisegruppe des Seniorentreffs Winklarn/Thanstein vor der Klosterkirche in Metten
von Annemarie MösbauerProfil

Kulturelle Schwerpunkte hatte sich das Organisationsteam für das Rahmenprogramm gesetzt. Schloss Egg im Deggendorfer Land war das erste Ziel. Dieses Gemäuer war Filmkulisse für die Filme „Bibi Blocksberg“ und „Fünf Freunde“. Über eine 25-stufige Treppe erreichte die Reisegruppe den Burgvorhof mit dem Marienbrunnen. Bei einer Führung lernten die Teilnehmer die Geschichte des Schlosses kennen. Es wurde 1103 das erste Mal erwähnt, 1882 erwarb es Graf Adolf von Hohenthal, 1931 ersteigerte es das Kloster Metten. 1939 kaufte Joseph Maximilian Hartl das Schloss, es wird nun in der dritten Generation bewirtschaftet.

Im Inneren der ehemaligen Wasserburg, die zum Schloss umgebaut und bewohnbar gemacht wurde,. fühlten sich die Besucher wie in einer Märchenwelt: Festsäle, Roter und Blauer Salon, Spielsaal, Rittersaal und der prunkvolle Konzertsaal hinterließen Eindruck. Einige Teilnehmer stiegen auf den 45 Meter hohen Hungerturm und genossen den Ausblick. Das Schloss wird auch heute noch bewohnt und bietet die Kulisse für romantische Hochzeiten.

Bei der zweiten Station in Metten stand eine Kloster-Führung auf dem Programm. Die barocke Bibliothek im Ostflügel beeindruckte mit ihrer prunkvollen Ausstattung und den farbenfrohen Deckenfresken, die unter anderem die abendländischen Kirchenväter, die vier Evangelisten, die acht personifizierten Seligkeiten oder die sieben Todsünden zeigen. Die Bibliothek wurde 1265 gegründet, 1803 bei der Säkularisation aufgelöst und als Getreidespeicher genutzt und 1830 wieder eröffnet. Sie ist heute mit 200 000 Büchern die größte Klosterbibliothek Bayerns.

Mit einer Kerzenmeditation und einem Danklied endete die Führung in der barocken Klosterkirche. Bei einem Spaziergang durch den Präladengarten oder einer Besichtigung der Klostergärtnerei nutzten manche noch die Zeit zur freien Verfügung.

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