10.04.2019 - 19:14 Uhr
WinklarnOberpfalz

Stolz auf ihren Schulwald

Für die Schüler der Thomas-Aquinus-Rott-Grundschule wird das Klassenzimmer in die freie Natur verlegt. Ausgerüstet mit Spaten und Schaufeln geht es Richtung Windhals.

Förster und Bauhofmitarbeiter zeigten die Kinder, wie Bäume gepflanzt werden. Die Buben und Mädchen waren begeistert bei der Sache.
von Annemarie MösbauerProfil

Dort durften die Kinder ihren eigenen Schulwald bepflanzen. Dadurch soll die Freude an der Natur geweckt, die Kenntnisse über Pflanzen und Tiere erweitert und Naturprozesse über längere Zeit beobachtet werden. Die Marktgemeinde stellte für dieses Projekt die Fläche, etwa 1,6 Hektar, zur Verfügung. Auch die Gemeindearbeiter Alfons Linsmeier und Michael Baier unterstützten die Pflanzarbeiten. Die Ausführung und Planung lag in den Händen des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Förster Michael Forster und Forstanwärter Florian Vogler vom Revier Schönsee setzten die Planungen mit den Schülern in die Tat um. Gut durchdacht war die Auswahl der Pflanzen zur Gestaltung eines artenreichen Strauchsaumes.

225 Heckenkirschen, Holunder, Weißdorn, Heckenrosen, Kornelkirschen und Traubenkirschen waren bereits gepflanzt und mussten von den Buben und Mädchen mit Bambusstäben und ihrem Namen markiert werden, um beim Ausgrasen besser gesehen zu werden. Des weiteren wurden Vogelkirsche (Blüte und Früchte für Insekten und Vögel), Winterlinde (Bienennahrung) und Wildapfelbäume (Blüte für Insekten und Früchte für Tiere) am Waldrand gepflanzt. Gemeinsam mit den Forstfachmännern setzten die Viertklässler dann schon fachmännisch ihren Klassenbaum ein. Ein Schild mit Aufschrift daran soll in Zukunft an die vierten Klassen im Schuljahr 2018/19 erinnern. Die gleiche Aktion ist für die nächsten vierten Klassen vorgesehen. Etwas weiter östlich pflanzten die Kinder ungefähr 200 Stieleichen und Linden in ein "Käfernetz". Diese Baumarten sind tiefwurzelnd, stabil und bieten mit den Früchten Nahrung für Waldtiere.

Michael Forster und Florian Vogler erklärten den Schülern genau, wie die kleinen Bäumchen eingesetzt werden müssen, um anzuwachsen. Voller Eifer und pflichtbewusst wurde gepflanzt. Jeder Baum erhielt einen Bambusstab mit den Namen der Pflanzer. Selbst die Bürgermeisterinnen Sonja Meier und Monika Ermer waren begeistert vom Tatendrang der Buben und Mädchen. Dieses zukunftweisende Projekt will zeigen, dass der Wald nicht nur Sauerstofflieferant, sondern auch Lebensraum für viele Tiere ist, so Michael Forster. Es soll nicht bei dieser Aktion bleiben. Angedacht sind Nistkasten- und Insektenhotelbau im Schulwald, jährliches Pflanzen eines Klassenbaumes und Unterrichtsgänge.

1,6 Hektar umfasst die Fläche, die als Schulwald zur Verfügung gestellt wurde.
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