25.06.2021 - 15:27 Uhr
WinklarnOberpfalz

Vierte Klasse besucht den Winklarner Hochbehälter

Sie haben bei der Besichtigung viel gelernt. Unser Bild zeigt die Schüler vor dem Hochbehälter mit Klassenlehrer Andreas Waldmann, den beiden Fahrern Alfons Linsmeier und Micheal Baier, Klärwärter Georg Zangl und Bürgermeisterin Sonja Meier (von links)
von Annemarie MösbauerProfil
Die Schüler mit Bürgermeisterin Sonja Meier, Wasserwart Georg Zangl und Klassenlehrer Andreas Waldmann (von links) im Technikraum im Untergeschoss des Hochbehälters.

Das lebensnotwendige Grundnahrungsmittel „Wasser“ ist sogar im Lehrplan des Faches Heimat- und Sachunterricht der 4. Klasse verankert. Nachdem das Thema theoretisch im Unterricht behandelt worden war, machten sich die Schüler mit ihrem Lehrer Andreas Waldmann auf den Weg zum Hochbehälter der Winklarner Wasserversorgung. Bürgermeisterin Sonja Meier und der stellvertretende Wasserwart Georg Zangl erwarteten die Buben und Mädchen schon im Waldgebiet am Fuße des Frauensteins.

Für eine Gemeinde ist die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser eine wichtige Aufgabe. Ständige Kontrollen durch das Gesundheitsamt sind notwendig, um die Qualität des Wassers zu gewährleisten, um stets ein gesundes und keimfreies Lebensmittel zu haben, erklärte die Bürgermeisterin. Seit 1936 gibt es schon eine Wasserleitung vom Frauenstein nach Winklarn. In den Jahren 2000 bis 2003 wurde sie erneuert. Dabei wurden neun Quellen gefasst, in einen Sammelschacht zusammengeführt und von dort bis zum Hochbehälter geleitet. Mit diesem Quellwasser werden 250 Haushalte in Winklarn, Forsthof, Windhals, Trad, Hundhagermühle, Scheibenhaus, Fischerhof und Haselweiher mit Trinkwasser versorgt. Bei Bedarf kann auch Muschenried noch mit versorgt werden.

Wasserwart Georg Zangl erklärte den Schülern kindgerecht die Technik der Hochbehälteranlage. Schon beim Einlauf werden Kleinteile filtriert und abgeschieden. Die UV-Anlage tötet Keime und Bakterien, die sich im Quellwasser befinden. Mit Hilfe von Filterkies wird das Wasser entsäuert und das Eisen ausfiltriert, aber nicht gechlort. Zwei runde Behälter mit einem Fassungsvermögen von je 225.000 Liter speichern das Wasser. Durchschnittlich werden täglich 120.000 Liter verbraucht, die in Rohrleitungen zu den einzelnen Verbrauchern geleitet werden. Der Kinder zeigten sich sehr beeindruckt, welche Technik und auch welche Kosten notwendig sind, bevor Trinkwasser aus dem Hahn kommt.

Die Bürgermeisterin veranschaulichte den Wasserpreis indem sie zehn Liter in eine Gießkanne füllte und den Preis nannte: 0,7 Cent für die ganze Kanne. Zur Brotzeit spendete Bürgermeisterin Sonja Meier den jungen Gemeindebürgern noch Wurstsemmeln, die besonders bei dieser Hitze mit frischem Trinkwasser, frisch aus der Leitung, schmeckten.

 

 

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