25.11.2020 - 09:47 Uhr
WinklarnOberpfalz

Winklarn feiert Patrozinium des heiligen Andreas

Altarbild des heiligen Andreas in der Winklarner Pfarrkirche.
von Annemarie MösbauerProfil

Am Namenstag des heiligen Andreas feiern die Winklarner am Montag, 30. November, mit einem Festgottesdienst das Patrozinium ihrer Pfarrkirche.

Andreas war einer der ersten Apostel Jesu. In den Überlieferungen wird er immer unter den ersten vier erwähnt. Er stammte aus dem Dorf Kafarnaum am See Genezareth. Gemeinsam mit seinem Bruder Simon Petrus übte er den Beruf des Fischers aus. Andreas schloss sich Johannes dem Täufer an und begegnete schon bald Jesus. Von diesem war er so begeistert, dass er seinen Heimatort verließ und ihm gemeinsam mit seinem Bruder nachfolgte.

Nach dem Tod Jesu ging Andreas durch viele Länder auf Missionsreise und predigte. Der Überlieferung nach erlitt er am 30. November 60 im griechischen Patras an einem X-förmigen Kreuz den Tod. Diese Kreuzesform wird heute noch Andreaskreuz genannt. Sein Todestag am 30. November wird auch in der orthodoxen Kirche begangen.

Mit dem Andreastag waren Brauchtum und Bauernregeln verbunden. Bis in die 1960er Jahre hinein fand in Winklarn noch der Andreasstandmarkt mit verschiedenen Buden auf dem Marktplatz statt. Die Bevölkerung aus Marktgemeinde und Umgebung deckte hier ihren Bedarf an Waren der verschiedensten Art, erwarb Kleidung, Geschirr oder Gebrauchsgegenstände. Denn nur selten kamen die Leute damals in die Stadt zum Einkaufen.

Noch vielen älteren Leuten bekannt sind die Bauernregeln, die mit dem Heiligen zusammenhängen: „Andreas, hell und klar, verspricht ein gutes Jahr“ oder „Andreas Schnee tut den Saaten weh“.

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