24.01.2020 - 16:56 Uhr
Wirbenz bei SpeichersdorfOberpfalz

Brandschützer als Kulturförderer

Die Feuerwehr Wirbenz beteiligt sich an der Finanzierung der Kulturscheune. Der Fasching wird 2020 wieder mit der Soldatenkameradschaft und dem Männergesangverein veranstaltet. Und Ehrungen standen in der Jahreshauptversammlung auch an.

Urkunden erhielten Markus Schindler (30 Jahre Treue), Günther Haberstroh (50), Hartmut Schindler (50). Die Truppmannausbildung absolvierten erfolgreich Dominik Tanner, Hannes Hartmann (mit Urkunde von links) und Jonas Günthner (dritter von links). Für 32 Jahre konstruktive Zusammenarbeit erhielt Kreisbrandmeister Karlheinz Sehnke a. D. (rechts) einen Gutschein. Ihnen dankten und gratulierten Kreisbrandmeister Jürgen Küffner, Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt (von links), Kommandant Florian Wallor, sein Stellvertreter Bernd Schindler (Fünfter und Sechster von links), Vorsitzender Fritz Tanner (Mitte) und Bürgermeister Manfred Porsch (Vierter von rechts).

Mit Kreisbrandmeister Karlheinz Sehnke a. D. und seiner Frau Gerda hatte der Feuerwehrverein besondere Gäste eingeladen. Zwischen ihm und den Wirbenzer Brandschützern war die Zusammenarbeit in den 32 Jahren seiner Amtszeit von einer besonderen Freundschaft geprägt. "Grund genug" für Vorsitzenden Fritz Tanner, den 60-Jährigen einzuladen und mit einem Gutschein zu danken.

Als er 1985 die Führung des dritten Löschzuges im Katastrophenschutz übernommen habe, sei die Arbeit von überbordendem Briefverkehr geprägt gewesen, berichtete Sehnke. Jeder Übungsplan habe genehmigt werden müssen. Tragende Basis von allem sei die gute Kameradschaft gewesen. "Selbst wenn es geraucht hat - man hat sich immer zusammengerauft. Das lobe ich mir in Wirbenz", dankte er früheren Vereinsvorsitzenden und Kommandanten. So sei in der aktiven Wehr viel bewegt worden.

Tanner zeichnete für 70 Jahre Mitgliedschaft Erhard Hübner und für 65 Jahre Kurt Schröter aus. 50 Jahre sind Hans Schott, Hartmut Schindler, Werner Günthner und Günther Haberstroh dabei. Auf 30 Jahre blicken Jörg Wallor und Markus Schindler zurück.

Schriftführer Jürgen Günthner berichtete von stabilen Mitgliederzahlen. Den langjährigen Kassier Rudi Lindner habe man zu Grabe tragen müssen. Besucht worden seine das 125. Jubiläum mit Pumpenweihe der Feuerwehr Zeulenreuth und Kurt Schröter zum 85. Geburtstag. In vier Vorstandssitzungen sei das Vereinswesen organisiert worden.

Schulungsraum belastet Kasse

Auch wenn die Ausgaben laut Kassier Konrad Schindler die Einnahmen überstiegen haben, könne die Feuerwehr auf ein gutes Finanzpolster zurückgreifen. Vor allem die Renovierung des Schulungsraums habe kräftig zu Buche geschlagen. "Saubere Arbeit", bescheinigte Revisor Sebastian Graf.

Kommandant Florian Wallor berichtete für 2019 von zwei Brandeinsätzen, vier technischen Hilfeleistungen, einer Leistungsprüfung und einem Kameradschaftsabend mit Ehrung. 2020 musste die Wehr bereits zweimal ausrücken. Dominik Tanner, Hannes Hartmann und Jonas Günthner absolvierten erfolgreich die Mobile Truppmannausbildung. Dank galt stellvertretenden Kommandanten Bernd Schindler sowie den Jugendwarten Dominic Tanner und Thomas Schindler.

Der Jugendwart berichtete von sieben Übungen. Jonas Günthner bestand den Wissenstest Gold, die Bayerische Leistungsprüfung sowie die Jugendflamme Stufe II. Das Lob war hier für den Jugendwart der Speichersdorfer Feuerwehr, Andre Hoffmann. Der Nachwuchs hat neue T-Shirts erhalten. Für 2020 kündigte Dominic Tanner monatliche und weitere Übungen mit der Speichersdorfer Jugendwehr an, um die Ausbildung zu verbessern und die Prüfungsmöglichkeiten zu vergrößern.

Warten auf Überjacken

In der Diskussion wünschte sich Erhard Graf einsatztauglichere Stiefel und Schuhe. Laut Wallor sind auch längst Überjacken beantragt worden. Nach der Neuanschaffung in Speichersdorf und Kirchenlaibach wurde zwar zugesagt, dass die guten alten Jacken zur Verfügung gestellt würden. Bis jetzt sei noch nichts in Wirbenz angekommen.

In der Diskussion um die Realisierung der Kulturscheune berichtete Jürgen Günthner, dass mindestens 60 Prozent Förderung zugesagt seien. Das Architekturbüro Betz aus Seybothenreuth habe den Zuschlag für die Planung bekommen. Erich Schindler wünschte sich, die Hütte für die Jugend zu erhalten. "Sie brauchen ihr eigenes Zuhause", meinte er. Er gab auch mögliche Kostensteigerungen zu bedenken.

Zur Finanzierung der Kulturscheune stellte Jürgen Günthner klar, dass die Vereine nur 35 000 bis 40 000 Euro stemmen könnten. Ansonsten sei es mit dem Projekt entweder vorbei oder die Gemeinde trage die Differenz. Hans Schindler bezweifelte, dass die Vereine 35 000 Euro aufbringen könnten. Man gehe aber davon aus, dass alle Wirbenzer Vereine inklusive Jagdgenossenschaft, Flurbereinigung und Kirche sich beteiligten, meinte so Günthner. Bei fünf Enthaltung waren schließlich 24 Mitglieder dafür, dass sich die Feuerwehr grundsätzlich an den Kosten der Kulturscheune beteiligt.

Einstimmig beschlossen die Mitglieder auch, den Vereinsfasching Samstag, 22. Februar, erstmals mit der Soldatenkameradschaft und dem Männergesangverein auszurichten. Sahnehäubchen der traditionellen Tombola sind die frischen Presssäcke. Für den Erste-Hilfe-Kurs im Feuerwehrgerätehaus wird der Termin noch bekanntgegeben. Für den Motorsägekurs mit Matthias Pirner am 6./7. März sind fünf Plätze reserviert.

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