15.05.2019 - 16:41 Uhr
Wirbenz bei SpeichersdorfOberpfalz

Fest ohne Pauken und Trompeten

Seit Januar 1999 machen sie gemeinsam Musik zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen. Auf 20 Jahre blickt der Posaunenchor Wirbenz, Kemnath und Immenreuth zurück.

24 Personen treffen sich am 7. März 1999 zur ersten Probe des Posaunenchores Wirbenz, Kemnath und Immenreuth (Bild). 20 Jahre später sind von ihnen 9 immer noch aktiv dabei.
von Autor HAIProfil

Das Jubiläum feiert der Posaunenchor Wirbenz, Kemnath und Immenreuth am Sonntag, 19. Mai, im kleinen Rahmen. In der St.-Johannis-Kirche gestalten die Bläser ab 9.30 Uhr mit dem Kirchenchor den Gottesdienst. Anschließend feiern die Mitglieder mit der Kirchengemeinde, Pfarrer Dirk Grafe und Kirchenvorstand ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Sektempfang im evangelischen Gemeindehaus.

Ende 1998 kam Matthias Vogt, der damalige Pfarrer von Wirbenz, auf die Idee, in seinen Kirchengemeinden Wirbenz/Kemnath mit Immenreuth einen Posaunenchor zu gründen. Auf seine Initiative hin trafen sich am 31. Januar 1999 im Gemeindehaus 25 Interessierte, die ein Instrument spielen lernen wollten. In Susanne Kropf aus Wildenreuth fand Vogt eine engagierte Chorleiterin.

Mit hohem finanziellen Aufwand wurden Instrumente gekauft. Die Landeskirche und die Gemeinden Speichersdorf, Kemnath und Immenreuth hatten sich an den Kosten beteiligt. Bereits fünf Wochen später fand die erste Probe mit 24 Teilnehmern unterschiedlichen Alters statt. Nach den ersten Unterrichtsstunden schälte sich ein harter Kern heraus. Karlheinz Strößner, Regina Schwab, Alfred Schuster, Christine Schröter, Susanne Kropf, Margit Hübner, Erhard und Konrad Hübner sowie Elfriede Bauer gehören zu den Männern und Frauen der ersten Stunde, die bis heute aktiv sind.

Premiere an Heiligabend

Bereits am Heiligen Abend des Gründungsjahres erfolgte der erste öffentliche Auftritt in der Kirche. "Wir waren natürlich alle sehr aufgeregt", erzählt der damalige Obmann Erhardt Hübner, "dass wir die Einsätze nicht verpassen, uns nicht vergreifen und den richtigen Ton treffen". Viele Lehrgänge wie der für Anfänger beim Verband Evangelischer Posaunenchöre in Bayern in Pappenheim, auf dem Hesselberg und auf der Burg Wernfels führten neben den wöchentlichen Proben zu regelrechten Leistungsschüben, berichtet Susanne Kropf. Zahlreiche Engagements waren die Folge, die sich in den ersten fünf Jahren auf 73 Auftritte summierten. Im Mai 2001 konnte sogar mit acht Jungbläsern der Probenbetrieb aufgenommen werden. Ein Jahr später, zur Verabschiedung von Pfarrer Vogt, hatten die Jungbläser ihren öffentlichen Auftritt.

Geistliche Kirchenmusik bildet bis heute den musikalischen Schwerpunkt. Werke älterer und neuerer Meister, von Bach bis Wendel, zählen zum Repertoire. Besonders dankbar dafür ist Pfarrer Dirk Grafe. Denn Musik umfasse alle Lebensbereiche des Menschen. In den Höhen und Tiefen des Lebens sei die Musik oft ein wichtiger Begleiter. "Sowohl die leisen Töne der Harfe als auch die imposanten Töne von Trompeten und Posaunen dienen in letzter Linie der Verherrlichung Gottes, der als Schöpfer dem Menschen auch die Gabe der Musik verliehen hat." Nicht umsonst sei der Wappenspruch der Kirchenmusik "Soli Deo Gloria" (Allein zur Ehre Gottes).

Aktuell 22 Bläser

Bis heute gehören aber auch gemeinsame Auftritte mit den Posaunenchören Frankenberg und Speichersdorf, so beim Seniorennachmittag der Gemeinde, Adventskonzerte in Immenreuth und Besuche im Seniorenheim in Kemnath zu den festen Terminen im Jahreskalender. Alle zwei Jahre geht das Ensemble für ein Wochenende auf Reisen, um die Gemeinschaft zu pflegen. Zählte der Posaunenchor zum 10. Jubiläum 26 und zum 15-jährigen Bestehen 17 Mitglieder, so gehören ihm heute 22 Bläser an. Das jüngste Mitglied ist Xenia Kropf, das älteste Konrad Hübner. Um alle organisatorischen Belange kümmert sich ein Vorstand. Seit 2017 steht als Obmann Oskar Burkhardt, vertreten von Erhardt Hübner, an der Spitze. Zur erweiterten Führungsriege gehören Margit Hübner und Alfred Schuster, Chorleiterin Susanne Kropf und ihr Stellvertreter Peter Burkhardt.

"Wir suchen immer Menschen aller Altersgruppen, die Spaß an der Gemeinschaft, an der Kirchenmusik und an einem Blechblasinstrument haben", erklärt Kropf. Im Chor sind neue Bläser ab neun Jahre immer willkommen. Sonntags um 19 Uhr wird eineinhalb Stunden in der Gruppe geprobt. Instrumente, Noten und sonstiges Zubehör werden gestellt. Für Rückfragen steht Susanne Kropf, Telefon 0175/4172149, E-Mail d.Susi[at]gmx[dot]de, zur Verfügung.

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