08.04.2020 - 19:12 Uhr
Wirbenz bei SpeichersdorfOberpfalz

Grünes Licht für Kulturscheune in Wirbenz

Gemeinderat segnet Planung ab - Kosten belaufen sich auf rund 320 000 Euro - Bundesstraße 22 fast zwei Monate gesperrt

von Arnold KochProfil

Der Gemeinderat gab in seiner Sitzung grünes Licht für ein Vorhaben der Kommune. Die Gemeinde plant auf Antrag und Wunsch von Wirbenzer Vereinen und des daraus gebildeten Arbeitskreises eine Kulturscheune. Diese soll an das bestehende Feuerwehrgerätehaus angebaut werden. Neben einer Veranstaltungshalle entstehen Küche, WC, Getränke- und Gerätelager.

Das Bauvorhaben wird durch das Amt für Ländliche Entwicklung im Rahmen der Dorferneuerung bezuschusst. Eine erste Förderbewilligung für die Planung in den Leistungsphasen 1 bis 4 liegt bereits vor. Die Kulturscheune entsteht parallel zur Bundesstraße 22 und wird mit einem Zwischenbau an das bestehende Gerätehaus angebunden. Für das Bauvorhaben mit einer Kubatur von 2963 Kubikmetern werden die Baukosten auf rund 320 000 Euro veranschlagt.

Die geplante Kulturscheune ist als Kalthalle mit Bühne konzipiert. Der Hauptbau hin ist 35 mal 12 Meter groß. Der Zwischenbau zum Gerätehaus misst 14 mal 10 Meter.

Außerdem gab die Gemeinde bekannt, dass die Bundesstraße 22 zwischen Speichersdorf und Kemnath in der Zeit vom 14. April bis zum 6. Juni für den Gesamtverkehr gesperrt wird. Die Umleitung Richtung Weiden führt über die Staatsstraßen 2184 Richtung Neustadt/Kulm und 2168, Richtung Bayreuth über die Staatsstraßen 2665 und 2177 sowie über die Kreisstraße BT 42 über Göppmannsbühl-Lettenhof. Grund sind Bauarbeiten am Straßenkörper zur Herstellung des Zusammenschlusses des Radweges durch eine Straßenquerung.

Zum Thema Sonstiges gab der 1. Bürgermeister den Inhalt eines Antwortschreibens der Bayerischen Eisenbahngesellschaft zum Antrag der Gemeinde bekannt. Auf Forderung von Bürgern war die Einführung eines Haltepunktes bei Guttenthau-Roslas an der Bahnstrecke Kirchenlaibach-Weiden beantragt worden.

Schriftlich teilt die Bayerische Eisenbahngesellschaft mit, dass die Herstellung eines Bahnsteiges Baukosten mit mittleren sechsstelligen Bereich verursachen würde. Eine solche Investition sei nur durch einen entsprechenden volkswirtschaftlichen Nutzen zu rechtfertigen, der nur mit einer ausreichend großen Fahrgastnachfrage begründet werden könne. Das Nachfragepotential sei jedoch nicht vorhanden. Zudem biete das Fahrplangefüge keinen für einen Halt erforderlichen Zeitpuffer.

Die Bürgerinitiative wird über die erhaltene Antwort in Kenntnis gesetzt. Zum Abschluss des öffentlichen Sitzungsteils wurde der Gemeinderat über die endgültigen Wahlergebnisse der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl schriftlich in Kenntnis gesetzt.

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