06.12.2018 - 17:21 Uhr
Wirbenz bei SpeichersdorfOberpfalz

Manchmal Unmögliches realisiert

"Ein herzliches Vergelt's Gott für's Dasein bei jeder Gelegenheit, für's Mitschleppen, für's Mitarbeiten, für's Unterstützen in vielfältigster Art und Weise." Der Dank von Wirbenz' Pfarrer Dirk Grafe kommt von Herzen.

Beim Empfang, an dem an Josef Reichberger, Karl-Heinz Jantke und Michael Erhard vom Bauamt, Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl, stellvertretende Landrätin Christa Reinert-Heinz, Landessynodalin Käthe Pühl (von rechts), Ewald Busch, der Speichersdorfer Rathauschef Manfred Porsch, Kirchenlaibachs Pfarrer Sven Grillmeier und Bischof Hans-Martin Weiss (von links) teilnehmen, dankt Pfarrer Dirk Grafe allen Beteiligten für die Unterstützung und Zusammenarbeit.
von Autor HAIProfil

Gleich ob sie im Verborgenen gewirkt haben oder an vorderster Front, um so die Sanierung der St.-Johannis-Kirche zu stemmen "Ihr seid Spitze und toll, und ich danke Gott, dass ich euer Pfarrer sein darf", meinte Pfarrer Dirk Grafe. "Ein sehr, sehr gutes Zusammenarbeiten", bescheinigte er den Vertretern des Staatlichen Bauamts Bayreuth, vertreten durch Abteilungsleiter Michael Erhard, Projektleiter Karl-Heinz Jantke und Baumeister Josef Reichberger. "Sie werden froh sein, dass Sie nicht mehr jede Woche nach Wirbenz raus müssen", scherzte der Seelsorger.

Es sei mit ihm sicher auch nicht immer einfach gewesen, wenn er genörgelt und immer wieder Forderungen gestellt habe oder wenn die Meinungen auseinandergegangen seien. Doch unter dem Strich sei alles gut gelaufen, habe man sich immer in der Mitte getroffen. Wenn das Bauamt den Grundsatz einer alle 25 Jahre anstehenden Sanierung beherzige, bestehe die ernsthafte Chance, die nächste Wiedereinweihung mitzuerleben. In 50 Jahren sei das dann wohl nicht mehr der Fall.

Manchmal das Unmögliche möglich gemacht hätten die Firmen, fuhr der Seelsorger fort. Allein schon deshalb, weil seine Vorstellungen nicht immer leicht umsetzbar gewesen seien. Für so manche Tipps, die sich gelohnt haben, dankte Grafe Architektin Ulrike Weich. Sie ist in der neu aufgebauten Bauabteilung der Landeskirche in der Verwaltungsstelle in Sulzbach-Rosenberg im Einsatz. Landessynodalin Käthe Pühl hatte sich als Mitglied im Finanzausschuss der Landeskirche für die Gelder eingesetzt.

Das Projekt zeigte auch, dass die Ökumene funktioniere, freute sich Grafe. Während die Kirche geschlossen war, konnten an den Hochfesten die evangelischen Gläubigen in katholische Kirchen ausweichen. Dies betonte auch Kemnaths Stadtpfarrer Konrad Amschl in seinem Grußwort, stellvertretend für Kirchenlaibachs Pfarrer Sven Grillmeier. "Ihr habt die Kirche aufs Neue gerichtet, gestaltet, renoviert und schön gemacht", sagte Amschl. Er wünschte der evangelischen Kirche, dass sie umso mehr von der Taufe bis zur Beerdigung mit Leben füllt werde. Und dass sie wieder der Ort sei, an dem christlicher Glauben gestärkt werde und sich Christen immer wieder auf's Neue aussenden lassen, um das Evangelium in die Welt zu tragen.

"Heute hat man gespürt, dass die Kirche ihren Platz im Dorf hat", erklärte stellvertretende Landrätin Christa Reinert-Heinz. Wenn auch gesellschaftliche Veränderungen auf dem Land Einzug hielten, habe die Kirche eine verbindende Funktion. Sie gratulierte zu einem wunderbar gestalteten Ergebnis und dankte allen Beteiligten für das Engagement. "Auch wenn der Ort kirchlicherseits zur Oberpfalz gehöre, wir im Landkreis Bayreuth sind stolz, dass Wirbenz zum Landkreis Bayreuth gehört", sagte sie.

Die St.-Johannis-Kirche sei nicht nur Stätte des Gebets und der Einkehr, sondern ein zeitloses Wahrzeichen mit wahnsinniger Strahlkraft, betonte Bürgermeister Manfred Porsch. Sie präge Ortsbild und Leben in Wirbenz in besonderer Weise. Grafe werde als Kirchensanierer in die Kirchengeschichte eingehen.

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