17.02.2020 - 13:38 Uhr
Wirbenz bei SpeichersdorfOberpfalz

Wirbenzer Sänger legen wieder zu

Mit der bewährten Führungsriege um Vorsitzenden Lothar Graf geht der Männergesangverein 1854 Wirbenz in die nächsten drei Jahre. Erste wichtige Entscheidungen trafen die Sänger bereits in der Jahreshauptversammlung.

Sie führen seit 15 Jahren den Männergesangverein 1854: Vorsitzender Lothar Graf, Kassier Jürgen Nerlich (Kassier), Schriftführer Erhard Hübner und Stellvertretender Vorsitzender Werner Schlöger (von links). Zudem ist Hübner seit 40 Jahren als aktiver Sänger eine Stütze des Chores.
von Autor HAIProfil

Die Mitglieder signalisierten bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung einen finanziellen Zuschuss für die Kulturscheune. Aufgrund der hohen Ausgaben des Gesangsvereins sei die Leistungsfähigkeit aber begrenzt, war sich die Runde einig. Fritz Tanner stellte klar, dass die Gemeinde Bauherr sei, ein noch zu gründender Trägerverein müsse den Betrieb übernehmen.

Auf positive Resonanz stieß der Beschluss der Soldatenkameradschaft, den Faschingstanz mit Tombola und Versteigerung am Samstag, 22. Februar, gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Männergesangverein auszurichten. Die Sänger werden an der 125-Jahr-Feier der Kameradschaft am 4./5. Juli mitwirken und am Samstag um 18.30 Uhr den Festgottesdienst und die Gedenkfeier mit Kranzniederlegung in der Johannis-Kirche mitgestalten sowie beim Festabend so manches Ständchen anstimmen.

Lothar Graf bleibt Vorsitzender

Bei den Neuwahlen unter Leitung von Drittem Bürgermeister Wolfgang Hübner bestätigten die Mitglieder Lothar Graf als Vorsitzenden und Werner Schlöger als Stellvertreter. Schriftführer bleibt Erhard Hübner, vertreten von Konrad Hübner. Kassier Jürgen Nerlich hat mit Stefan Graf einen neuen Stellvertreter. Nach 40 Jahren hatte Hans Schindler sein Amt abgegeben. Die Kasse prüfen Erich Schindler und Dirk Grafe. Notenwart ist Wolfgang Haberstroh, Fahnenträger Gerhard Graf.

Welches Ansehen der Chor unter seiner Bayreuther Chorleiterin Iris Meier genießt, habe die gute Resonanz aus dem Publikum und der Bevölkerung bewiesen, resümierte der Vorsitzende nicht ohne Stolz. Entsprechend von Harmonie und dem positiven Blick in die Zukunft war dann auch der Abend in der Gaststätte Schindler geprägt.

Die wieder wachsende Mitgliederzahl und der leicht gesunkene Altersdurchschnitt ist das große Kapital des Männergesangsvereins. 58 Mitglieder, darunter 18 aktive Sänger mit einem Durchschnittsalter von 58,7 Jahren, gehören ihm laut Graf an. Ein Willkommensgruß galt den Neuzugängen Konrad Schindler und Stefan Graf. Basssänger Rudi Lindner habe man zu Grabe tragen müssen. In 30, teils sehr gut besuchten Singstunden sei geprobt worden. "Was nicht ist, kann ja noch werden", wünschte er sich an die Adresse der passiven Mitglieder hinsichtlich einer aktiven Verstärkung des Ensembles. "Dank deiner tollen Arbeit sind wir nicht schlecht", sagte er bescheiden an die Adresse von Meier.

"Wir haben nicht nur bei der Kreisversammlung Kötzersdorf einen guten Eindruck hinterlassen", fassten Graf und Schriftführer Hübner den Auftrittsreigen zusammen. In ihrer Rückschau erinnerten sie an die Mitgestaltung des Ostersonntags- und Weihnachtsgottesdienstes, des Volkstrauertags und der Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde. Sein Potenzial stellte der Chor zudem bei Geburtstagsständchen, der Mitgestaltung des Liederabends des Gesangvereins "Frohsinn 1909" Engelmannsreuth in Biberswöhr und beim zweiten Chorkonzert der evangelischen Kirchengemeinden der Kulmregion in der St.-Johannis-Kirche in Wirbenz unter Beweis. Eine besondere Note verliehen die Sänger erstmals dem Wirbenzer Johannisfeuer der Soldatenkameradschaft. "Das könnten wir wieder machen", ergänzte Meier aufgrund des schönen Ambientes. Die 51-Jährige, die seit zwölf Jahren den Männerchor leitet, regte an, weitere Möglichkeit von Auftritten wie bei der Kirwa oder beim Maibaumaufstellen zu suchen.

Seit 40 Jahren eine Stütze

Grafs Dank richtete sich an die Vorstandsmitglieder, den scheidenden Kassier Hans Schindler, die Vereinswirte Erna Schindler (Schindler-Gaststätte) und Rita und Fritz Tanner (Feuerwehrhaus) sowie Fahnenträger Gerhard Graf. Neben dem alljährlichen Zuschuss der Gemeinde habe eine anonyme Spende für Überraschung gesorgt.

Seit 40 Jahren ist Erhard Hübner als aktiver Sänger eine Stütze des Vereins. Zum Dank zeichnete ihn der Vorsitzende mit der Urkunde des Fränkischen Sängerbundes und der goldenen Ehrennadel aus. Von einem kleinen Minus in der Jahresbilanz berichtete Kassier Jürgen Nerlich. "Hat alles gepasst", erklärten dazu die Kassenprüfer Dirk Grafe und Erich Schindler. .

Der Vorsitzende der Sängergruppe Max Reger, Siegmar Bräutigam, wünschte sich, dass der Männergesangverein noch lange allein singfähig bleiben möge. Ein Gruppenkonzert gebe es 2021 und im weiteren künftig im Zweijahresrhythmus. Die Kreisversammlung findet am 7. März, 13.30 Uhr, in Grafenwöhr statt. Der zweitälteste Verein, die Kulmianer, sei wieder in der Max-Reger-Gruppe mit im Boot. Drei Chöre der Gruppe feierten Jubiläum. Die Berichte haben gezeigt, dass der Männergesangverein mit seinen Fähigkeiten jede Festlichkeit bereichern würde, sagte Dritter Bürgermeister Wolfgang Hübner. Der Gruppe zuzuhören, sei eine Freude.

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