12.02.2019 - 09:53 Uhr
Wittschau bei LeuchtenbergOberpfalz

Polizei kontrolliert fünf Tage lang Lkw-Fahrer auf der A 6

Bei minus acht Grad schlotterten alle: Verkehrspolizisten, Polizei-Azubis und die kontrollierten Lkw-Fahrer auf der A6 bei Leuchtenberg. Die Polizei warf über mehrere Tage am Parkplatz Wittschauer Höhe ein Auge auf den Schwerlastverkehr.

von Sonja Kaute Kontakt Profil

Bei minus acht Grad schlotterten alle: Verkehrspolizisten, Polizei-Azubis und die kontrollierten Lkw-Fahrer auf der A6 bei Leuchtenberg. Die Polizei warf über mehrere Tage am Parkplatz Wittschauer Höhe ein Auge auf den Schwerlastverkehr.

Wen die Polizei von der Autobahn auf den Parkplatz Wittschauer Höhe leitete, der wurde gleich mehrfach in Beschlag genommen. Denn die sechs Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Weiden bekamen Unterstützung von 21 Schülern des 77. Ausbildungsseminars der Bereitschaftspolizei Sulzbach-Rosenberg, Außenstelle Nabburg.

"Wir zeigen den jungen Kollegen die Theorie, die sie gelernt haben, in der Praxis", erklärte Cornelius Peter, stellvertretender Dienststellenleiter der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Weiden. Peters Kollegen - darunter Polizeihauptkommissar Markus Feistel, Leiter der Schwerverkehrskontrollgruppe innerhalb der VPI, Ausbildungsseminar-Leiter und Hauptkommissar Stefan Blendl sowie sein Stellvertreter, Erster Hauptkommissar Josef Argauer - erklärten den Auszubildenden zum Beispiel, wie Ladung gesichert sein muss, was bei Überladung passieren kann, wie sie den technischen Zustand der Fahrzeuge kontrollieren und die Lenk- und Ruhezeiten der Lkw-Fahrer auswerten können.

Scheu vor Lastern nehmen

"Wir haben auf der A 6 einen sehr hohen Schwerverkehrsanteil", so Cornelius Peter. Es ginge bei der Kontrolle zusammen mit den Azubis auch darum, "den jungen Leuten die Scheu vor solchen Fahrzeugen zu nehmen". Die Auswertung der Lenk- und Ruhezeiten sei außerdem heute sehr technisch und kann damit für Neulinge eine Hürde sein.

"In der Regel sprechen wenige Fahrer Deutsch." Zur Not müsse man sich eben mit Händen und Füßen, Zeichnungen oder dem Übersetzungsdienst von Google behelfen. Die in die Kontrolle geratenen Lkw-Fahrer nahmen es gelassen, auch wenn der ein oder andere in kurzer Hose in der Kabine saß und während des Rundgangs um seinen Laster schlotterte. "Wenn wir vernünftig kontrollieren, geht's bei einer halben Stunde los, eher länger", erklärt Peter. "In der Regel sind die Verkehrsteilnehmer aber sehr verständnisvoll, nicht aufbrausend und bringen Geduld mit."

Info:

Bilanz der fünftägigen Kontrolle

70 Lastwagenfahrer kontrollierten Verkehrspolizei und Auszubildende in fünf Tagen. 35 Anzeigen und 14 Verwarnungen erteilte die Polizei. Zur Anzeige gebracht wurden 20 Verstöße nach gefahrgutrechtlichen Vorschriften, 5 Verstöße nach dem Fahrpersonalrecht (Sozialvorschriften), 4 Verstöße nach dem Güterkraftverkehrsgesetz, 2 Verstöße gegen Ladungssicherungsvorschriften, 3 Verstöße nach dem Berufsfahrerqualifikationsgesetz sowie 1 Verstoß wegen überhöhter Geschwindigkeit. Die gebührenpflichtigen Verwarnungen wurden laut Markus Feistl hauptsächlich wegen Ordnungswidrigkeiten nach dem Fahrpersonalrecht erteilt.

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