Die Infrastruktur sowie die derzeitigen Maßnahmen mit der fast abgeschlossenen Ertüchtigung der Kläranlage Witzlasreuth interssierte die Klärwärter aus dem Landkreis Tirschenreuth. Sie hatte die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall über den Landesverband Bayern zu einem Nachbarschaftstag auf der Kläranlage Witzlasreuth eingeladen.
Diplomingenieur (FH) Michael Füg (Wasserwirtschaftsamt Hof) sowie Dieter Bauer und Christian Motz (Wasserwirtschaftsamt Weiden) und Obmann Harald Fröber begleiteten die Fachleute der Kommunen. Ihnen erklärte Bürgermeister Günter Kopp, dass bei der Kläranlage der hohe Fremdwasserzufluss, die in Mitleidenschaft gezogene biologische Reinigung sowie die gestiegenen Anforderungen gegenüber Umwelt- und Gewässerschutz dazu geführt hatten, dass die vorgeschriebenen Werte nicht mehr einzuhalten waren.
Mit Unterstützung von Günter Schwab von den Zwick-Ingenieuren Weiden sei eine, den Bedürfnissen angepasste Kläranlage realisiert worden. Das Vorklärbecken sei unverändert geblieben, das Absetzbecken diene zur Lagerung des Klärschlammes sowie als Absetzbereich für die Abscheidung von Stoffen und dem Regenüberlauf. Die biologische Reinigung erfolge über getauchte Festbette. Der dabei entstehende Schlamm werde über das neue Nachklärbauwerk in das Absetzbecken zurückgeführt. Zudem sei der Schönungsteich in ein Regenüberlaufbecken umfunktioniert worden.
Füg dankte der Kommune für die Ausrichtung der Klärwärter-Tagung. Das Kanalwesen bedürfe der regelmäßigen Kontrolle, um Schäden zu lokalisieren und für Abhilfe zu sorgen. Aber auch die Öffentlichkeitsarbeit sei von großer Bedeutung, damit sich die Bürger ein Bild von der Entsorgung und deren Auswirkung machen können. Danach erklärte Klärwärter Otto Schroll seinen Kollegen die Funktionalität der Abwasserentsorgungsanlage.
Weitere Themen waren die Interne Qualitätskontrolle (IQK) - Vergleichsmessungen mit Betriebsmethoden und Prüfmittelüberwachung -, die Erfahrungen mit Fremdwasserbestimmung, aber auch der Umgang mit Asbestzement-Kanälen.
Am Ende des Nachbarschaftstages waren sich die Klärwärter einig, wieder wichtige Eindrücke und Erfahrungen gewonnen zu haben, die im Berufsalltag die vielfältigen Aufgaben erleichtern.













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