(ak) Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich Mitte August acht Kinder am Forsthaus in Witzlasreuth, um mit der Försterin Annette Schödel den Wald zu erkunden. Die Jüngsten hatten zur Waldexkursion im Rahmen des kommunalen Ferienprogramms Mama oder Papa zur Unterstützung mitgebracht.
Zum Einstieg begutachteten die Kinder Fuchs- und Marderfelle. Der Marder ist mit den Katzen verwandt. Sie stellten beim streicheln fest, dass dessen Fell noch weicher anzufassen ist als das des Fuchses. Die große Hirschstange war ganz schön schwer, da mussten gleich mehrere Kinder tragen helfen. Die Kinder stellten fest, dass so ein Hirsch doch ein kraftvoller Bursche ob seines prächtigen Kopfschmucks sein muss.
Immer im Schatten der Bäume folgten die Kinder der erfahrenen Försterin in den Hochwald. Wegen seines dichten Blätterdaches war es im Buchenwald am angenehmsten und mit Hilfe des kühlenden Windes trotzten die unternehmungslustigen Kinder der Hitze. Viele Tiere hatten sich deswegen zurückgezogen und zeigten sich nicht, aber die Kinder fanden ihre Spuren. Ein Wildschweinwechsel als Wanderweg der massigen Tiere war gleich gefunden und auch eine Stelle, an der sie nach Bodentieren gewühlt hatten. Nicht weit davon sichtete die Gruppe vier Spechthöhlen in einer abgestorbenen Kiefer. Die Försterin erklärte, dass weit oben im Gipfel die jungen Spechte sicher vor Fressfeinden großgezogen wurden. Noch ein Stück weiter war eine hohle Fichte, aus der die Spechte sich wohl Ameisen als Futter geholt und auch Spechtschmieden angelegt hatten.
Darin wurde der Samen aus Zapfen heraus geklopft. Der Borkenkäfer ist ja eh fast zu klein zum Sehen, aber am Fraßbild unter der Rinde zeigte die Führerin den Kindern seine Anwesenheit. Der Biberdamm wurde besucht und die Teilnehmer sahen seine Rutschen zum Wasser und die von ihm gefällten Bäume. Das viele Wissen um die heimische Natur lockerte die Försterin mit Brotzeit und Spielen rund um das Reh auf: Mal versteckten sich die Kinderkitze vor dem Fuchs, mal riefen sie die Muttergeiß zu sich zurück oder setzten ihr scharfes Gehör gegen den jagenden Luchs ein. Zurück am Forsthaus hörten die begeisterten Kinder noch etwas Interessantes zur Kreuzotter bevor sie wieder von den Eltern abgeholt wurden.













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