Witzlasreuth bei Kulmain
10.08.2023 - 15:00 Uhr

Schachfreunde Witzlasreuth feiern 35-jähriges Bestehen und küren Vereinsmeister

Die Spielerriege und Gründungsmitglieder der Schachfreunde Witzlasreuth: (vorne, von links) Martin Streim, Vorsitzender Josef Prechtl, Vereinsmeister Michael Nickl, Margarete und Winfried Endler sowie (hinten, von links) Rudi Kraus, Josef Scherm, Bürgermeister Günter Kopp, Egid Kellner, Willi Prechtl, Martin Exner, Alfred Skalsky, Peter Semba, Gerhard Krumholz und Arnold Hößl. Bild: Gemeinde Kulmain/exb
Die Spielerriege und Gründungsmitglieder der Schachfreunde Witzlasreuth: (vorne, von links) Martin Streim, Vorsitzender Josef Prechtl, Vereinsmeister Michael Nickl, Margarete und Winfried Endler sowie (hinten, von links) Rudi Kraus, Josef Scherm, Bürgermeister Günter Kopp, Egid Kellner, Willi Prechtl, Martin Exner, Alfred Skalsky, Peter Semba, Gerhard Krumholz und Arnold Hößl.

Die Schachfreunde Witzlasreuth hatten ihre Mitglieder zur 35-Jahr-Feier ins Vereinslokal „Zur Schönen Aussicht“ nach Ölbrunn eingeladen. In einem kurzen Rückblick ging Vorsitzender Josef Prechtl auf die Vorgeschichte mit sporadisch angesetzten Schachabenden Anfang der 1980er Jahre im Gasthaus „Barbara“ in Witzlasreuth ein, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Nach zunächst kleineren Schach-Turnieren wuchs das Interesse von Jahr zu Jahr. Als 1987 schließlich 27 Schachspieler um eine Reihe gespendeter Pokale spielten, trieben die Organisatoren unter Leitung von Martin Streim die Gründung eines Schachvereins voran. Nach der Eintragung ins Vereinsregister am 18. August 1988 wurde im selben Jahr noch eine Mannschaft mit 8 Spielern für die B-Klasse des Schachkreises Marktredwitz angemeldet. Laut dem Vorsitzenden gelang in der Saison 1991/92 der Aufstieg in die A-Klasse, in der man 2019 sogar Kreismeister wurde. Eine zweite Mannschaft spielt seit 1991 in der B-Klasse und hat dort ab 2001 weitere sieben Male den Meistertitel geholt.

Abschließend dankte der Vorsitzende allen, die den Verein aktiv vertreten oder unterstützen. Besonders würdigte er Martin Streim, der 30 Jahre lang als Vorsitzender in Verantwortung stand und heute noch als Spielleiter der ersten Mannschaft fungiert. Josef Prechtl versicherte, dass man Anstrengungen unternehme, um junge Leute für das Schachspielen zu gewinnen. Erste Schritte seien getan mit dem Trainingsangebot für Schüler jeweils montagabends oder nach Vereinbarung unter Telefon 09642/914 118. Außerdem stehe man in Kontakt mit Thomas Seeberger, der eine Schachgruppe an der Grundschule in Immenreuth leitet.

Bei der Siegerehrung der Vereinsmeisterschaft 2022/23 übergab Vorsitzender Josef Prechtl an Gewinner Michael Nickl erstmals den von Karl Steinbacher gestifteten Wanderpokal. Bürgermeister Günter Kopp sagte in seinem Grußwort, dass das „Spiel der Könige“ aus dem früheren Persien stamme und das Wort „Schah“ (persisches Wort für König) in Schach übersetzt worden sei. Das Spiel erfordere Geduld, Konzentration, strategisches und logisches Denken sowie schnelles Handeln. Respekt zollte Kopp den beiden Mannschaften für ihre Erfolge. Auch dankte er für die Teilnahme am Ferienprogramm der Gemeinde. Seine Rede schloss er mit einer kleinen Geldspende ab.

Beim Festausklang erinnerte man an eine lustige Anekdote aus den Anfängen des Schachvereins. So habe ein Teilnehmer am Pokalturnier absichtlich ein Spiel verloren gegegen, um an den begehrten Trostpreis, einen von Johann Schmid gestifteten Presssack, zu kommen.

 
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