(ak) Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich acht Kinder am Forsthaus in Witzlasreuth, um mit Försterin Annette Schödel den Wald zu erkunden. Die Jüngsten hatten zur Waldexkursion im Ferienprogramm Mama oder Papa zur Unterstützung mitgebracht.
Zum Einstieg begutachteten die Buben und Mädchen Fuchs- und Marderfelle. Sie stellten beim Streicheln fest, dass das Marderfell noch weicher anzufassen ist als das des Fuchses. Die große Hirschstange war ganz schön schwer, da mussten gleich mehrere Kinder tragen helfen. Im Schatten der Bäume folgten die Kleinen der Försterin in den Hochwald. Viele Tiere hatten sich zurückgezogen und zeigten sich nicht, aber die Kinder fanden ihre Spuren. Ein Wildschweinwechsel als Wanderweg der massigen Tiere war gleich gefunden und auch eine Stelle, an der sie nach Bodentieren gewühlt hatten. Nicht weit davon sichtete die Gruppe vier Spechthöhlen in einer abgestorbenen Kiefer. Die Försterin erklärte, dass weit oben im Gipfel die jungen Spechte sicher vor Fressfeinden großgezogen wurden. Noch ein Stück weiter war eine hohle Fichte, aus der die Spechte sich wohl Ameisen als Futter geholt und auch Spechtschmieden angelegt hatten. Darin wurde der Samen aus Zapfen heraus geklopft. Der Borkenkäfer ist fast zu klein zum Sehen, aber am Fraßbild unter der Rinde zeigte die Führerin den Kindern seine Anwesenheit. Die Kinder besuchten den Biberdamm und sahen seine Rutschen zum Wasser und die von ihm gefällten Bäume. Das viele Wissen um die heimische Natur lockerte die Försterin mit Brotzeit und Spielen rund um das Reh auf: Mal versteckten sich die Kinderkitze vor dem Fuchs, mal riefen sie die Muttergeiß zu sich zurück oder setzten ihr scharfes Gehör gegen den jagenden Luchs ein. Zurück am Forsthaus hörten die begeisterten Kinder noch Interessantes zur Kreuzotter, bevor sie wieder von den Eltern abgeholt wurden.













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