24.01.2020 - 10:33 Uhr
Wöllershof bei StörnsteinOberpfalz

Vorreiterrolle bei der Alterspsychiatrie

Das Bezirksklinikum Wöllershof hat sich auch im vergangenen Jahr erfolgreich weiterentwickelt. Die Auslastung aller medizinischen Einrichtungen war im Jahresdurchschnitt mit 96 Prozent außerordentlich hoch.

Beim Neujahrstreffen im Bezirksklinikum Wöllershof diskutierten (von links) Medbo-Vorstand Dr. Dr. Helmut Hausner, medbo-Finanzchef Konrad Kastner, Ärztliche Direktor Dr. Markus Wittmann, Bezirksrat Toni Dutz, Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher und Bürgermeister Markus Ludwig.
von Siegfried BühnerProfil

Das ist das Fazit beim Neujahrsgespräch mit Vertretern des Bezirkstags und der Medbo-Verwaltung. Es war eine Zwischenbilanz auf einem Wachstumspfad des Bezirksklinikums Wöllershof. Präsentiert wurde sie bei dem Treffen der Führungskräfte der medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (Medbo) mit Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher und Bezirksrat Toni Dutz sowie Bürgermeister Markus Ludwig von Störnstein. Der Ärztliche Direktor des Bezirksklinikums, Dr. Markus Wittmann, bilanzierte mit Medbo-Vorstand Dr. Dr. Helmut Hausner die vergangenen zwölf Monate. Zusammenfassend stellte Wittmann fest, „wir erlebten ein medizinisch ereignisreiches Jahr“. Sehr zufrieden war die Klinikleitung auch deshalb, weil die Auslastung aller medizinischen Einrichtungen im Jahresdurchschnitt mit 96 Prozent außerordentlich hoch war.

Die Auslastungsquote hat medbo-Finanzchef Konrad Kastner errechnet. In der Jahresbilanz des Klinikums stehen insgesamt 3000 stationäre- und 8000 ambulante Patienten. „Das beweist, dass wir von den Patienten gut angenommen werden“, freute sich der Ärztliche Direktor und verwies auch auf eine hohe Zufriedenheitsquote in den Patientenbefragungen.

Laut Wittmann gibt es einen „zunehmenden Bedarf an altersmedizinischen Versorgungsformen“. Weil das Bezirksklinikum in dieser Hinsicht besonders gut aufgestellt ist, wurde es im vergangenen Jahr als Lehrkrankenhaus im Bereich der Altersmedizin anerkannt. Neben Ausbildungen sind im Bezirksklinikum in der Altersmedizin auch Fort- und Weiterbildungen geplant. Am 11. März soll des Weiteren ein Symposium zur Altersmedizin veranstaltet werden. Durch den Umzug der Pflegeeinrichtung des Bezirks von Parsberg nach Wöllershof gehören jetzt 43 Pflegeplätze zum Gesamtangebot des Bezirksklinikums. Sie seien eng mit den anderen Klinikbereichen verzahnt, erklärt Thomas Hammer, Leiter des Pflegebereichs. Die neuen Pflegeplätze ergänzen die vorhandenen 175 Betten im akutstationären, 10 Betten im teilstationären Bereich sowie die 31 Reha-Betten.

In den kommenden Monaten soll mit den Bauarbeiten für das neue Haus 13 begonnen werden. Nach dessen Fertigstellung können Umstrukturierungen und Erweiterungen einschließlich der Einrichtung einer Komfort-Station durchgeführt werden. 17 Millionen Euro werden dafür investiert.

zudem hörten die Vertreter des Bezirks, dass das Projekt Schlafmedizin erfolgreich verlaufe und deshalb verlängert werden konnte. Mit dem Klinikum Weiden soll eine digitale Vernetzung unter dem Namen „Telekonsil“ eingerichtet werden. Hausner erinnerte daran, dass der Bereich „Sucht“ des Bezirksklinikums trotz großer Konkurrenz auf die Fokus-Liste der besten Kliniken Deutschlands gesetzt wurde.

Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher bezeichnete in Anbetracht der positiven Meldungen das Bezirksklinikum als „Leuchtturm in der nördlichen Oberpfalz“. "Wöllershof ist zweite große Medbo-Standbein in der Oberpfalz.“ Die Leistungen des Bezirksklinikums seien auch deshalb besonders zu würdigen, weil „psychische Erkrankungen die Volkskrankheit der Zukunft darstellen“. Das Bezirksklinikum trage dazu bei, dass die Hemmschwelle der Bevölkerung gegenüber der Psychiatrie niedriger geworden sein, meinte Höher. Dazu habe auch die „Offenheit des Hauses“ beigetragen. Diese Feststellung bestätigte dann auch Bürgermeister Ludwig, der meinte „die Wahrnehmung des Bezirksklinikums in der Bevölkerung hat sich gewandelt“.

Neujahrstreffen im Bezirksklinikum bei strahlendem Sonnenschein. Mit dabei Bezirkstagspräsident Lothar Höher (links) und der Ärztliche Direktor der Klinik, Dr. Markus Wittmann (vorne, Dritter von links).
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