Wörth an der Donau
07.07.2026 - 16:06 Uhr

Oberpfälzer Polizei stoppt gefährliche Schwertransporte

Bei einer groß angelegten Aktion hat die Oberpfälzer Polizei zahlreiche Verstöße im Schwerverkehr aufgedeckt. Mehrere Lastwagen waren in einem derart schlechten Zustand, dass die Beamten die Weiterfahrt verbieten mussten.

Die Großkontrollstelle auf der A3 bei Wörth an der Donau. Bild: VPI Regensburg
Die Großkontrollstelle auf der A3 bei Wörth an der Donau.

In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli führte die Oberpfälzer Polizei eine groß angelegte Kontrollaktion gegen Verstöße im Großraum- und Schwerverkehr durch. Unterstützt wurde sie dabei von Spezialisten sämtlicher bayerischer Polizeiverbände, wie es in einer Mitteilung heißt. Kontrolliert wurde demnach sowohl im Rahmen mobiler Maßnahmen auf den Autobahnen A 6 und A 93 als auch an einer stationären Großkontrollstelle auf der A 3 bei Wörth an der Donau.

Für optimale Einsatzbedingungen habe das Technische Hilfswerk Wörth an der Donau gesorgt, das die Kontrollstelle ausgeleuchtet habe, und das Technische Hilfswerk Laaber, das die eingesetzten Kräfte mit Verpflegung unterstützt habe. Insgesamt waren nach Angaben der Polizei 64 Einsatzkräfte an der Kontrollaktion beteiligt. Miteingebunden worden seien zudem Mitarbeiter der Regierung der Oberpfalz und mehrerer Landratsämter.

Im Verlauf der Nacht wurden laut Mitteilung 54 Großraum- und Schwertransporte sowie weitere Schwerverkehrsfahrzeuge einer intensiven Kontrolle unterzogen. „Das Ergebnis zeigt erneut, dass der Kontrolldruck notwendig ist: Insgesamt wurden 31 Verstöße festgestellt“, schreibt das Polizeipräsidium Oberpfalz. Dabei habe es sich um sechs Geschwindigkeitsverstöße, elf Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie 14 weitere Ordnungswidrigkeiten gehandelt. In zehn Fällen habe die Weiterfahrt aufgrund erheblicher Mängel oder fehlender Voraussetzungen zunächst unterbunden werden müssen.

"Besonders schwer wog der Fall eines 54-jährigen rumänischen Lkw-Fahrers, der im Rahmen eines Großraum- und Schwertransportes eine Stahlplatte ohne die erforderlichen Genehmigungen transportierte", so die Polizei. Im Zuge der Kontrolle hätten die Einsatzkräfte zudem festgestellt, dass seine Fahrerlaubnis der Klasse CE bereits seit März 2026 abgelaufen sei. Gegen den Fahrer sei ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet worden.

Auch darüber hinaus hätten die Kontrollteams zahlreiche sicherheitsrelevante Verstöße aufgedeckt. Hierzu gehörten laut Mitteilung erhebliche Überschreitungen zulässiger Maße und Gewichte, technische Mängel wie gerissene Bremsscheiben und beschädigte Reifen, Verstöße gegen Sozialvorschriften sowie fehlende oder nicht eingehaltene Schwertransportgenehmigungen. In mehreren Fällen sei eine Weiterfahrt erst nach Beseitigung der Mängel beziehungsweise nach Vorlage der erforderlichen Genehmigungen möglich gewesen.

„Ein besonders gravierender Fall betraf einen 52-jährigen rumänischen Kraftfahrer, der mit einem Tieflader einen Steinbrecher ohne die erforderliche Genehmigung transportierte“, berichtet die Polizei. Neben einer mangelhaften Konfiguration des Kontrollgeräts und einer unzureichenden Ladungssicherung mit obsoleten Sicherungsmitteln hätten die Spezialisten erhebliche technische Defekte am Fahrzeug festgestellt. „Unter anderem waren Reifen beschädigt, eine Bremsscheibe der Zugmaschine gerissen und der Rahmen des Aufliegers mehrfach gerissen. Darüber hinaus war die erste Achse des Aufliegers um 87 Prozent, das Gesamtgewicht der Fahrzeugkombination um 57 Prozent überladen“, heißt es weiter. Die Kombination habe zudem die zulässige Fahrzeuglänge um mehr als einen Meter überschritten und einen unzulässigen Ladungsüberhang von 1,9 Metern aufgewiesen. Weil eine Weiterfahrt unter diesen Umständen ausgeschlossen gewesen sei, habe das Transportunternehmen einen Ersatztransport organisieren müssen.

„Die Kontrollaktion verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung gezielter Schwerverkehrskontrollen. Technische Mängel, Überladungen oder fehlende Genehmigungen stellen erhebliche Risiken für alle Verkehrsteilnehmer dar“, betont das Polizeipräsidium Oberpfalz. Durch die enge Zusammenarbeit der Spezialisten aus den verschiedenen Polizeiverbänden seien zahlreiche Verstöße erkannt und gefährliche Fahrzeuge rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen worden. Das Fazit der Polizei: „Die gemeinsame Kontrollaktion war ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit. Sie setzte ein deutliches Zeichen für konsequente Kontrollen im Schwerverkehr und machte klar, dass Verstöße konsequent verfolgt werden – für mehr Sicherheit auf den Straßen der Oberpfalz.“

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