02.11.2018 - 18:02 Uhr
Wolfsbach bei EnsdorfOberpfalz

Für Atemschutznotfall vorbereitet

"Verqualmtes Gebäude, eine Person vermisst" - hieß es bei der Übung, zu der die Wehr Wolfsbach unterstützt von der Wehr Thanheim nach Hofstetten zum Gasthaus Graf ausrückte. Es war Feuerwehr-Aktionswoche.

Nur eine Übung: Das Unfallopfer wird durch die Atemschutzgeräteträger gerettet und dann dem Sicherungstrupp für den Transport auf der Trage übergeben.
von Hubert SöllnerProfil

"Verhalten im Atemschutznotfall" war die Übungseinheit überschrieben, der eine theoretische Einweisung durch Wolfsbachs stellvertretenden Kommandanten Dominik Ernst im Feuerwehrgerätehaus vorausging. Kommandant Günter Schindler konnte dazu auch Kreisbrandinspektor Hubert Blödt und Kreisbrandmeister Jürgen Ernstberger begrüßen. Die Verantwortlichkeit bei der Atemschutzüberwachung, erklärte Dominik Ernst, liege nach Feuerwehrdienstvorschrift beim Einheitsführer, der diese Aufgabe aber auch an geeignete Personen delegieren könne. Bei der Atemschutzüberwachung müssten folgende Daten erfasst werden: Name des Geräteträgers, sein Funkrufname, die Uhrzeit bei Anschließen der Luftversorgung, die Uhrzeit bei Eindrittel und Zweidrittel der Einsatzzeit, das Erreichen des Einsatzziels und der Beginn des Rückzugs. Bei einem Atemschutznotfall, der laut Ernst "jederzeit passieren kann", sei Ruhe zu bewahren, die Ausrüstung zu überprüfen und der Rückzug zur Selbstrettung einzuleiten. Es müsse "aber auch die Notruftaste betätigt und eine Notfallmeldung abgesetzt werden".

Angekommen in Hofstetten, baute der vorgeschriebene Sicherungstrupp eine Tragkraftspritze auf der vorhandenen Löschwasserzisterne auf. Drei B-Schläuche wurden unter Leitung von Kommandant Günter Schindler am Verteiler angebracht, drei C-Schläuche angeschlossen. Jeweils drei Trupps Atemschutzgeräteträger zu zwei Personen (fünf der Wehr Wolfsbach, einer der Wehr Thanheim) wurden mit Blindmasken durch Atemschutzgerätewart Raimund Meier auf Nullsicht gebracht. Im Stadel der Gaststätte Graf waren Hindernisse eingebaut, um den Tastsinn der Geräteträger zu schulen. Nur über die Rufe des Verunfallten mussten sie diesen finden und retten. Anschließend wurden in einem weiteren Gebäudeteil die Atemschutzgeräteträger in eine Notfallsituation versetzt. Nach Absetzen einer Notfallmeldung wurden sie mit der Unterstützung des Sicherungstrupps gerettet.

Im Gasthaus konstatierte anschließend Kreisbrandmeister Jürgen Ehrnsberger: "Eine gute Übung, interessant auch für Nichtatemschutzgeräteträger, die zuarbeiteten." Alle, betonte er, hätten gut mitgearbeitet. Es sei wichtig und notwendig, "dass alle Feuerwehren im Gemeindebereich immer gut zusammenarbeiten, egal oder bei Einsätzen oder bei Übungen". Kommandant Günter Schindler dankte besonders seinem Stellvertreter Dominik Ernst, der für die Vorbereitung und Durchführung der Übung verantwortlich zeichnete. Anschließend lud er zu einem gemeinsamen Essen ein, "das die Gemeinde finanzieren wird".

Wichtig ist für die Atemschutzgeräteträger die gegenseitige Überprüfung der Schutzkleidung.
Das "Unfallopfer" wird durch die Atemschutzgeräteträger gerettet.
Im Stadel waren Hindernisse eingebaut, um den Tastsinn der Geräteträger zu schulen.
Die Atemschutzgeräteträger werden mit Blindmasken durch Atemschutzgerätewart Raimund Meier auf Nullsicht gebracht.
Durch eine Blende ist der Atemschutzgeräteträger auf Nullsicht gestellt.
Die auf Nullsicht gesetzten Atemschutzgeräteträger dringen in den Stadel der Gastwirtschaft Graf ein.
Dominik Ernst, stellvertretender Kommandant, erläutert im theoretischen Teil der Übung auch die Datenerfassung zur Atemschutzüberwachung.
Der Sicherungstrupp baut eine Tragkraftspritze auf der vorhandenen Löschwasserzisterne auf.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.