Woppenrieth bei Waldthurn
08.07.2026 - 11:24 Uhr

Friedrich Hofmann aus Woppenrieth verstorben

1963 fand der Unterfranke Friedrich Hofmann nach der Heirat in der Oberpfalz eine neue Heimat. Der beliebte Woppenriether war Landwirt mit Leib und Seele. Er wurde 90 Jahre alt.

Trauer um Friedrich Hofmann aus Woppenrieth. Symbolbild: Julian Stratenschulte
Trauer um Friedrich Hofmann aus Woppenrieth.

Friedrich Hofmann, der "John Friedl", aus Woppenrieth bei Waldthurn war ein unterhaltsamer Mann. Er ist am Samstag, 27. Juni, im Alter von 90 Jahren im Seniorenheim in Wernberg verstorben. Die Begräbnismesse zelebrierte in der Lennesriether Jakobuskirche Pfarrer Norbert Götz. Der Kirchenchor unter der Leitung von Manuela Grünauer mit der Orgelbegleitung von Georg Schmidbauer umrahmte das Requiem.

Geboren wurde Hofmann am 29. September 1935 in Dittelbrunn bei Schweinfurt (Unterfranken). Nach der Schule hat er daheim in der Landwirtschaft mitgearbeitet. Über eine Landvolk-Kontaktanzeige lernte er seine Frau Edeltraud John aus Woppenrieth kennen. Das Paar heiratete 1963 in Lennesrieth und Hofmann zog von Schweinfurt in die nördliche Oberpfalz um. Seine Frau musste im Krieg aus der Tschechoslowakei flüchten und hatte 1952 den etwas veralteten Hof in Woppenrieth übertragen bekommen. Friedrich Hofmann siedelte den Hof aus und war unermüdlich mit Bauarbeiten beschäftigt – sowohl am Wohnhaus als auch an den landwirtschaftlichen Gebäuden.

Er war mit Leib und Seele Landwirt. Im Ackerbau zeigte er sich stets experimentierfreudig und probierte immer wieder Neues aus. Zeitweise hegte der abenteuerlustige Bauer sogar den Traum, ins unberührte Kanada auszuwandern, um dort in der Einsamkeit noch einmal ganz von vorne zu beginnen.

„Hofmann war ein liebevoller Vater von drei Kindern (zwei Töchter, ein Sohn), stolzer Großvater von vier Enkeln und Urgroßvater von drei Urenkeln“, sagte Pfarrer Norbert Götz im Requiem. Legendär waren seine Ausflüge mit dem Motorroller. Nach der Grenzöffnung zog es ihn und seine Frau Edeltraud fast jedes Wochenende in deren alte Heimat nach Tschechien.

Sein Leben war jedoch auch von Schicksalsschlägen gezeichnet. 1995 verstarb seine Ehefrau. Später fand er bei seinen regelmäßigen Besuchen im Sibyllenbad in Bad Neualbenreuth in seiner neuen Lebensgefährtin Traudl noch einmal spätes Lebensglück. Auch den schmerzhaften Verlust seiner Tochter Angelika musste er verkraften. Im vergangenen Jahr erkrankte Hofmann schwer und verbrachte seine letzte Lebensphase im Seniorenheim in Wernberg.

Die Waldthurner Bläsergruppe begleitete die Urnenbeisetzung am Lennesriether Friedhof. Der Vorsitzende der Feuerwehr Spielberg, Thomas Schwab, sprach Worte des Abschieds. „Wer den John Friedl begegnete, wurde stets mit einem freundlichen Gruß oder einem netten Wort empfangen“, blickte Schwab zurück. Friedrich Hofmann war seit 1963 bei der Spielberger Feuerwehr und seit 2015 Ehrenmitglied.

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