07.05.2019 - 09:48 Uhr
Woppenrieth bei WaldthurnOberpfalz

Pferd und Reiter hart im Nehmen

Die Sieger des Trailtruniers der "Western Horse Friends Floß" kommen aus Vohenstrauß und Fensterbach. Das schlechte Wetter konnte 47 Reiter mit ihren Pferden nicht davon abhalten, am 28. Wettbewerb in Woppenrieth teilzunehmen.

Die Sieger des Trailturniers der Western Horse Friends Floß.
von Franz VölklProfil

Lamentieren war am Samstag nicht angesagt, Reiter sind hart im Nehmen. Trotz dieser widrigen Umstände hatten sich ausgesprochen viele wetterfeste und „coole Leute“ unter Tags beim Trail und am Abend im Gursnstodl zum Country-Linedance-Fest eingefunden. Für das richtige Country-Feeling sorgt auch in diesem Jahr beim Country-Linedance-Fest die Pete Stone & Band aus Stuttgart.

Knapp mit einem Punkt Vorsprung gewann Wera Baron aus Fensterbach bei Dürnsricht. Mit 87 Punkten war sie und ihr 22-jähriger Criollo-Mix-Wallach Bonito ein unschlagbares Paar und sicherten sich beim Trailturnier den Sieg. Bei den Reitbegeisterten unter 18 Jahren gewann Jennifer Mayr aus Vohenstrauß mit ihrem 13 Jahre alten Pinto-Wallach Mystic Shadow mit 53 Punkten.

Seit 1991 ist dies eine Muss-Veranstaltung bei den Country- und Trailfans aus Nah und Fern. Schon am Vormittag machten sich insgesamt 47 Reiter - nur drei Angemeldete hatten wegen des schlechten Wetters abgesagt - mit ihren Pferden auf den sechs Kilometer langen Weg in die Woppenriether Wälder. Beim ersten Teil des Trails hatten sie an verschiedenen Stationen Aufgaben wie Ringe stechen, Gegenstände ertasten, mit einem Wasserstrahl Gegenstände umwerfen, zu bewältigen.

Am Nachmittag zeigten sie dann im Parcours beim zweiten Trail-Abschnitt ihre Nervenstärke und Geschicklichkeit. Verschiedene Stationen hatten die Verantwortlichen um die WHF-Vorsitzenden Michael Krichenbauer und Marco Rom aufgebaut, die es teilweise in sich hatten. Eine Wanne mit leeren Kunststoffflaschen musste durchschritten werden, mit einer auf einem Fass liegende Stange in der Hand musste man das große Gefäß umreiten. Pferd und Reiter mussten auch über eine kleine Holzbrücke. Eine Herausforderung war eine große Holzwanne, die mit Wasser gefüllt war und einen Holzdeckel hatte. Sobald Pferd und Reiter darüber ritten, sprudelte das Wasser aus allen Löchern, was für die Pferde gewöhnungsbedürftig war. Hier zeigte sich die vertrauende Zusammenarbeit des Pferd-Reiter-Teams.

Schirm- und Hausherr der Veranstaltung war wie seit vielen Jahren Bürgermeister Josef Beimler. Die Stuttgarter Band Pete Stone waren im Vorjahr schon in Woppenrieth und brachten klasse Countrymusik in den Stodl. Manche zwischenzeitlich vom nassen Trail wieder getrocknete Reiterin, zeigte in den „Line-Dance-Techniken“ ihr Bewegungstalent.

Die WHF-Vorsitzenden Michael Krichenbauer und Marco Rom nahmen mit Unterstützung ihrer beiden Assistentinnen Aurelia und Laura sowie den Nachwuchscowboys Laurenz und Leopold die Siegerehrung mit Pokalen, Urkunden und Sachpreisen vor. In der Jugendklasse schwangen sich neun Jugendliche in die Sättel. Hinter der Siegerin aus der Vohenstrauß folgte nur knapp geschlagen mit einem Punkt weniger (52 Punkte) die 17-jährige Franziska Kuhn aus dem Georgenberger Gemeindeteil Hammermühle auf dem 26-jährigen Pferd Xari. Das Reiterin/Pferd-Team hatte im vergangen Jahr an gleicher Stelle den Sieg davongetragen. Den dritten Platz belegte Johanna Binder aus Vohenstrauß auf ihren 26-jährigen Fjord-Wallach Basti.

Bei den Erwachsenen gingen insgesamt 38 Reiter/Pferde-Teams an den Start. Den zweiten Platz der Erwachsenenklasse belegte knapp hinter der Siegerin aus Fensterbach Jessica Stingl aus Erbendorf. Auf ihrem 12-jährigen Haflinger-Wallach Snoopy hatte sie 86 Punkte erzielt. Auf dem Rücken des süddeutschen Kaltblut Wallaches Charly belegte Carina Fischer aus Hagenhaus, direkt an der Grenze zu Tschechien, den dritten Rang (81 Punkte).

Ein weiterer Höhepunkt war die Hauptverlosung der Tombola mit tollen Sachpreisen und Gutscheinen. Die glückliche Gewinnerin des Hauptpreises musste den Motorroller in Wert von fast 1600 Euro gar nicht mit nach Hause nehmen. Die Glückliche war die Hausherrin vom Gursnhof Hilde Beimler und konnte den überraschenden Gewinn gleich in die Garage schieben.

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