29.10.2019 - 15:12 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Damit weiterhin Schmetterlinge flattern

Welche Möglichkeiten Grundbesitzer haben, um auf ihren Flächen Insektenlebensräume zu erhalten, darüber informiert eine neue Broschüre, die der Naturpark Fichtelgebirge und die Ökologische Bildungsstätte Hohenberg herausgegeben haben.

Christian Kreipe, Susanne Bosch und Udo Benker-Wienands von der Ökologischen Bildungsstätte Hohenberg, Grafikerin Swanti Bräsecke-Bartsch, FGV-Geschäftsführer Jörg Hacker und Ronald Ledermüller, Geschäftsführer des Naturparks Fichtelgebirge, (von links) freuen sich über das gemeinsame Werk.
von Externer BeitragProfil

Die Idee zur Broschüre wurde im Arbeitskreis Blühendes Fichtelgebirge unter Federführung des Fichtelgebirgsvereins und unter Beteiligung der weiteren Naturschutzverbände und Vertreter der Landwirtschaft geboren. „Wo der kleine Ampfer nicht wächst, fliegt auch kein Violetter Feuerfalter. Und wo abgestorbene Pflanzen über den Winter nicht stehenbleiben dürfen, können viele Insekten oder deren Larven nicht überwintern“, erklärt Vorsitzender Udo Benker-Wienands von der Ökologischen Bildungsstätte Burg Hohenberg zwei einfache Zusammenhänge, die in der Broschüre anhand von Beispielen aus dem Fichtelgebirge erläutert werden.

Denn, wie Christian Kreipe, einer der Autoren der Broschüre, hinzufügt: „Viele Insekten sind auf ganz bestimmte Futterpflanzen angewiesen. Der Lebenszyklus der Insekten zieht sich über das ganze Jahr hin. Wenn Ei, Larve oder Puppenstadium eines Insekts nicht den richtigen Platz finden oder weggemulcht werden, dann fliegt im Sommer eben auch kein Schmetterling oder Käfer.“

Gestaltet wurde die Broschüre von der Schwarzenbacher Grafikerin Swanti Bräsecke-Bartsch, der das Bestehen der Artenvielfalt im Fichtelgebirge am Herzen liegt: „Wenn wir mit der Broschüre die Leser erreichen und Partner gewinnen können, wäre das ganz wunderbar.“ Die erklärenden Texte sind bewusst kurz und prägnant gehalten und mit beeindruckenden Bildern heimischer Fotografen aus dem Fichtelgebirge illustriert.

„Nur wer weiß, welche wunderbaren und faszinierenden Lebewesen im Altgras am Wegesrand, in der Hecke oder auf der mageren Wiese leben, wird diese auch schützen“ ist sich Naturpark-Geschäftsführer Ronald Ledermüller sicher. Und Jörg Hacker vom Fichtelgebirgsverein freut sich, dass aus dem Arbeitskreis Blühendes Fichtelgebirge weiterhin konkrete Maßnahmen entstehen. Ihm ist dabei der kooperative Ansatz besonders wichtig: „Wenn wir uns partnerschaftlich auf gemeinsame Ziele für den Schutz unserer Natur im Fichtelgebirge verständigen und alle an einem Strang ziehen, kommt auch für alle Seiten etwas Positives dabei heraus.“ Die Broschüre ist in der Geschäftsstelle des Naturparks Fichtelgebirge im Landratsamt Wunsiedel, Jean-Paul-Straße, in Wunsiedel erhältlich.

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