Bei einem groß angelegten Fahndungseinsatz in den Landkreisen Hof und Wunsiedel haben die Grenzpolizeiinspektion Selb, die Grenzpolizeigruppe der Verkehrspolizei Hof und das Fahndungs- und Kontrollzentrum Vogtland am Sonntag zahlreiche Verstöße festgestellt. Die Einsatzkräfte kontrollierten allein auf oberfränkischer Seite 155 Personen in 86 Fahrzeugen. Ein Mann befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Zwischen 15 und 23 Uhr waren die Beamtinnen und Beamten laut Polizeibericht auf den Autobahnen und im grenznahen Bereich im Einsatz. Dabei stellten sie eine Vielzahl strafrechtlicher Verstöße fest und sicherten umfangreiches Beweismaterial. Die Maßnahmen erstreckten sich auf verschiedene Deliktsbereiche – von Verstößen gegen das Betäubungsmittelrecht über ausländerrechtliche Verstöße bis hin zu Verkehrsdelikten.
Besonders schwer wog der Aufgriff eines 38-jährigen Mannes, bei dem die Schleierfahnder in einem Mercedes Vito auf der A 9 bei Münchberg-Nord über 100 Gramm Amphetamin fanden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof erließ ein Ermittlungsrichter am Montag Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts der illegalen Einfuhr von Amphetamin in nicht geringer Menge.
In einem weiteren Verfahren stellten die Beamten zudem einen VW Golf V GTI im Wert von rund 7.000 Euro sicher. Das Fahrzeug wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin im Hinblick auf eine mögliche Wertersatzeinziehung amtlich verwahrt. Wenig später stellten die Fahnder mehr als 20 Captagon-Tabletten sicher, die den Wirkstoff Fenetyllin enthalten und dem Betäubungsmittelrecht unterliegen.
Auch im Bereich der Verkehrs- und Aufenthaltsdelikte wurden die Einsatzkräfte fündig. So stellten die Beamten bei einem 31-jährigen Mann fest, dass dieser trotz wiederholter vorheriger Verstöße erneut ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war. Bei einem weiteren Kontrollierten stellte sich heraus, dass dieser einen gestohlenen Reisepass zur Identitätsausweisung benutzt hatte und sich zudem unerlaubt im Bundesgebiet aufhielt.
Parallel zu den Maßnahmen auf oberfränkischer Seite kontrollierten die sächsischen Einsatzkräfte des Fahndungs- und Kontrollzentrums Vogtland Fahrzeuge und Personen auf den Autobahnen A 72 und A 93. Der gemeinsame Einsatz zeige erneut die Bedeutung einer engen und länderübergreifenden Zusammenarbeit bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität, heißt es in der Pressemeldung weiter.













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