29.05.2020 - 12:16 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Freude über Nachwuchs

"Fasane und Rebhühner wie aus dem Ei gepellt", meldet die BJV-Niederwildstation in Wunsiedel.

Der erste Schlupf in diesem Frühjahr: Über die Küken freut sich das gesamte Team der Niederwildstation des Bayerischen Jagdverbandes in Wunsiedel.
von Externer BeitragProfil

Nun spaziert Fasanengockel "Ludwig" noch ein wenig stolzer durch sein Revier am Katharinenberg in Wunsiedel. "Nachwuchs ist da, sein Nachwuchs. Kleine Fasane. Und alle sind etwas geworden, gesund und munter", heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Jagdverbands.

Es ist immer wieder ein aufregendes Ereignis: In der Niederwildstation des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) in Wunsiedel sind die ersten 80 Rebhuhn- und Fasanenküken geschlüpft. Woche für Woche werden es mehr. Insgesamt erwartet Severin Wejbora, der Leiter der BJV-Niederwildstation, 800 Küken in den nächsten zwei Monaten.

Auswilderungsvoliere

Eine Woche lang werden sie dort jeweils in geräumigen Aufzuchtboxen gepäppelt. Dann kommen sie in speziell ausgesuchte Reviere in ganz Bayern. Bei ihrem neuen Besitzer bleiben sie erst einmal drei Wochen lang im Aufzuchtstall, dann ziehen sie um in eine spezielle Auswilderungsvoliere und im Alter von acht bis zehn Wochen schließlich werden sie in die Freiheit entlassen.

Seit Sommer 2017 sorgt der Bayerische Jagdverband in der Niederwildstation für Nachwuchs bei den immer seltener werdenden Feldhühnern. Ein einzigartiges Projekt zum Erhalt der heimischen Arten- und Naturvielfalt. Auf dem Katharinenberg in Wunsiedel werden Rebhuhn- und Fasaneneier ausgebrütet, die Küken aufgezogen und dann ausgewildert.

Ausgewählte Reviere

Doch nicht jedes Revier ist dafür geeignet, betont der Leiter der Niederwildstation Wejbora: "Die hier aufgezogenen Wildvögel werden in besonders ausgewählte Reviere verbracht. Voraussetzung dafür, dass man Küken zur Auswilderung bekommt, sind strenge Kontrollauflagen und Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraumes. Die Aktion hilft Hase, Fasan und Rebhuhn, aber dank der Pflege des Wildtierlebensraums auch vielen Arten, die unter Naturschutz stehen, wie Kiebitz, Bekassine oder Feldlerche."

Welche Reviere aus der BJV-Niederwildstation Jungvögel zum Auswildern bekommen, wird durch ein Expertengremium des Bayerischen Jagdverbandes bestimmt. Notwendige Voraussetzungen sind intakte Sommer- und Winter-Wildtierlebensräume. Entscheidend seien aber auch günstige klimatische Verhältnisse und eine fachgerechte Raubwildbejagung, so der BJV.

Nachwuchs in der BJV-Niederwildstation in Wunsiedel.
Über die Küken freut sich das gesamte Team der Niederwildstation des Bayerischen Jagdverbandes in Wunsiedel.
Nachwuchs in der BJV-Niederwildstation in Wunsiedel.
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