Wunsiedel
02.11.2026 - 11:59 Uhr

HIV-Testwochen starten in Bayern: Kostenfreie Tests und Beratung

In Bayern beginnen die HIV-Testwochen. Bis zum 30. November bieten Gesundheitsämter anonyme Tests, Beratung und Informationen für alle.

Bis zum 30. November bieten Gesundheitsämter, Aids-Beratungsstellen und Aids-Hilfen in ganz Bayern kostenfreie und anonyme HIV-Tests an. Symbolbild: Elisa Schu/dpa
Bis zum 30. November bieten Gesundheitsämter, Aids-Beratungsstellen und Aids-Hilfen in ganz Bayern kostenfreie und anonyme HIV-Tests an.

Das Landratsamt Wunsiedel im Fichtelgebirge beteiligt sich an den bayerischen HIV-Testwochen, die am 2. November begonnen haben. Bis zum 30. November bieten Gesundheitsämter, AIDS-Beratungsstellen und Aids-Hilfen in ganz Bayern kostenfreie und anonyme HIV-Tests an. Die Aktion wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention initiiert und vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung koordiniert, wie das Landratsamt Wunsiedel mitteilt.

Niedrigschwelliges Angebot

Der Fachbereich Gesundheitswesen des Landratsamts Wunsiedel bietet während der HIV-Testwochen an allen vier Dienstagen im November von 9 bis 12 Uhr Tests ohne vorherige Terminvereinbarung an. Der Test ist kostenfrei und kann anonym durchgeführt werden. Das Angebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die ihren HIV-Status überprüfen oder Fragen zu HIV und Schutzmöglichkeiten klären möchten.

290 Neuinfektionen

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts lebten Ende 2024 rund 12.400 Menschen in Bayern mit einer HIV-Infektion. Im Jahr 2024 wurden etwa 290 HIV-Neuinfektionen in Bayern geschätzt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass HIV Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung betreffen kann.

Neben den Testangeboten ist eine sachliche Aufklärung entscheidend, um sexuell übertragbare Infektionen zu verhindern, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes. Der Fachbereich Gesundheitswesen bietet Präventionsveranstaltungen an Schulen im Landkreis an, um Jugendliche über Infektionen, Schutzmöglichkeiten und einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität zu informieren.

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