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Tatsächlich wird es immer schwieriger und komplizierter, als Journalistin die Arbeit ordentlich zu machen. In Zeiten von Social Media meinen immer mehr selbsternannte "Reporter", sie könnten diese Aufgabe locker auch oder sogar besser. Das ist nicht nur wie bei Chris de Burgh der Fall. Selbst bei Theatern auf kleinen Bühnen in den Landkreisen bestimmen die Agenturen immer häufiger, wer wann wo und wie von der Presse fotografiert werden darf, Wenigstens dürfen wir unsere Nachberichte noch selbst schreiben. Weicht unsere Kulturkritik dann aber wesentlich von der himmelhoch jauchzenden Presseagentur-Vorankündigung ab, sind sofort alle beleidigt und es wird für das nächste Mal ein neuer Reporter "angefordert". Als Grund wird angegeben: Der beim Theateabend anwesende Journalist hat aufgrund seiner negativen Berichterstattung wohl nichts vom Ernst oder von der grandiosen Qualität der Veranstaltung verstanden. ZEs wird Gefälligkeitsjournalismus erwartet. Kunst und Kultur leben aber von den Kritiken der freien Presse, auch wenn diese nicht immer "hypersuperaffengeil" ausfallen können. Und wir wissen schon, was wir tun. Wir haben das schließlich gelernt wie der Schreiner das Sägen. Alles andere ist "Schönwetter"-Journalismus, gewiss kein ehrlicher. Demokratisch verstanden sind die Kulturagenturen sogar dazu verpflichtet, diesem Trend zu einer im Sinne des Veranstalters gelenkten Pressearbeit entgegenzutreten. Alles, was die Freie Presse unterwandert, dazu gehören auch Arbeitsverbote wie Fotos selbst machen, gefährdet letztendlich die Meinungsfreiheit.
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