Yvette Eckstein (33) veröffentlicht mit „Der Tod spielt auf der Luisenburg“ ihren zweiten Regionalkrimi. Nach „Wen die Specht holt“, einem Mordfall in Holzwiesenreuth, bei dem die Stiftländer Sagengestalt Specht eine wichtige Rolle spielt, lässt sie nun auf der Luisenburg morden. Ausgerechnet der „Boandlkramer“, also der Tod, ist das Opfer. Und das während einer Vorstellung!
Das rund 220 Seiten dicke Taschenbuch, das jetzt in den Handel kommt, knüpft nahtlos an das Erstlingswerk der Nachwuchsautorin, deren Mann aus Höflas (Markt Konnersreuth) im Landkreis Tirschenreuth stammt und die hier oft zu Besuch ist, an. Wieder ist Holzwiesenreuth ein wichtiger Schauplatz und wieder sind die ungleichen Ermittler Klara Stern und Johann Kranzfelder am Werk. Während der Hauptkommissar meist schlecht gelaunt und mürrisch ist, sprüht seine junge Kollegin nur so vor Energie und Tatendrang.
Das Erstlingswerk stieß in der Region auf großes Interesse, auch weil Yvette Eckstein keinen Hehl daraus macht, dass die Marktgemeinde Konnersreuth als Vorbild für den fiktiven Ort Holzwiesenreuth dient. „Ähnlich wie in den Eberhofer-Krimis habe ich eine eigenständige Gemeinde geschaffen, die in einer realen Region angesiedelt ist“, erzählt Yvette Eckstein, die mit ihrem Mann und ihren Kindern in den Westlichen Wäldern von Augsburg wohnt.
„Konnersreuth dient mir als Inspiration. Ich möchte nicht zu viel der Spannung vorwegnehmen, aber neben der Zoiglwirtschaft, dem Johannisfeuer und mehreren Besuchen in der Eisdiele am Marktplatz in Holzwiesenreuth, wird es auch eine katholische Mystikerin mit Stigmata geben“, erzählt sie.
Großartiges Ausflugsziel
Zur Idee, auf der Luisenburg morden zu lassen, kam die Autorin bei einem Besuch der Festspiele. „Ein großartiges Ausflugsziel“, schwärmt sie. Und die bekannte Geschichte vom Brandner Kaspar und dem Tod habe sie schon lange fasziniert. So sei die Krimi-Idee entstanden. Sie hofft, dass der eine oder andere Leser das Buch auch als Anregung nimmt, die Luisenburg selbst zu besuchen. „Von mir gibt es im Buch die klare Empfehlung, sich einmal ein Theaterstück auf der Luisenburg selbst anzusehen und davor vielleicht noch durch das Labyrinth zu gehen oder einen gemütlichen Aperitif im Luisenburg-Resort zu trinken“, verrät Yvette Eckstein.
Genauso faszinierend wie die Freilichtbühne bei Wunsiedel findet die Autorin die im Stiftland „verschwimmenden Grenzen“ zwischen der Oberpfalz, Oberfranken und Tschechien. Mit dem zweiten Krimi macht sie dieses „Schnell-über-da Grenz-Sein“ ebenfalls zum Thema. Nicht ganz einfach war es, einen Dreh zu finden, damit die Oberpfälzer Kommissare Kranzfelder und Stern in Oberfranken ermitteln dürfen. „Es wird so sein, dass die Bayreuther Kollegen bis zum Kopf in der Soko Panzerknacker feststecken und der Fall somit federführend an die Kollegen aus Holzwiesenreuth abgegeben wird. Die sind ja sozusagen 'ums Eck'", verrät Yvette Eckstein.
Diesmal weniger blutig
Insgesamt gehe es in Kranzfelders zweitem Fall etwas "ruhiger" als beim ersten zu, bei dem der Bürgermeister von Holzwiesenreuth regelrecht abgeschlachtet worden ist. „Der Fokus liegt dieses Mal auf der Theaterwelt und dem klassischen Familienmodell, das von unserem Hauptkommissar hinterfragt wird. Es wird weniger blutig, aber nicht minder spannend“, verspricht Eckstein. Für das Buch hat sie auch in den „Katakomben“ der Luisenburg recherchiert. „Ich habe schnell gemerkt, dass es nicht ausreicht, ein Teil des Publikums gewesen zu sein“, erzählt die Autorin. Die Theaterleitung habe ihr bei einer Führung spannende Einblicke in die Bereiche hinter der Bühne, die einem Theaterbesucher normalerweise verwehrt bleiben, ermöglicht.
Die Festspiele bei Wunsiedel sind in ihrer Geschichte in vollem Gange, als eines Abends der „Boandlkramer“ auf der Freilichtbühne tot in sich zusammensackt – direkt vor den Augen von Kriminalkommissarin Klara Stern, die in der ausverkauften Vorstellung sitzt. Die Polizistin ist sich sofort sicher: Der Darsteller ist keines natürlichen Todes gestorben. Schleunigst ruft sie ihren Kollegen Johann Kranzfelder hinzu, und gemeinsam tauchen sie in die Theaterwelt ein und landen in einem undurchsichtigen Netz aus Lügen und Misstrauen. Sie stellen fest, dass hinter den Theaterkulissen einiges im Argen liegt und es viele astreine Mordmotive gäbe. Der Krimi erzählt von Rivalitäten, Liebschaften, Schulden, Spielsucht und einer Familientragödie.
Krimi mit Oberpfälzer Charme
Das Buch, das der renommierte Emons-Verlag als „Krimispaß mit Oberpfälzer Charme, Herz und Humor“ anpreist, wird in der Region mehrfach vorgestellt. Premierenlesung ist am Donnerstag, 28. September, auf der Luisenburg. Anschließend sind auch Veranstaltungen in Konnersreuth, Tirschenreuth, Waldsassen, Plößberg und Pressath geplant.
Lesungen "Der Tod spielt auf der Luisenburg"
- Wunsiedel: Premierenlesung am Donnerstag, 28. September, 19 Uhr, Luisenburg-Resort. Karten bei
Buchhandlung Budow in Marktredwitz,
Tourismus Info-Marktredwitz und Luisenburg-Resort;
7 Euro Eintritt inklusive Welcome-Drink - Konnersreuth: Freitag, 27. Oktober, 18.30 Uhr im Schafferhof.
- Tirschenreuth: Donnerstag,
23. November, 19 Uhr,
Stadtbücherei - Waldsassen: Freitag, 1. Dezember, 19 Uhr Stadtbücherei als Veranstaltung "Krimi und Wein"
- Plößberg: Mittwoch, 18. Januar, um 18.30 Uhr
in der Gemeindebücherei - Tirschenreuth: Donnerstag, 19. Januar, um 18.30 Uhr gemeinsam mit
Christina Wermescher (Autorin von "Die Toten von Bayreuth") in der
Buchhandlung St. Peter - Pressath: Mittwoch, 22. Februar, um 18.30 Uhr gemeinsam mit Christina Wermescher in der Buchhandlung Bodner



















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