07.01.2020 - 14:26 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Das Minus schrumpft

Beim Blick auf die Bevölkerungsentwicklung im Fichtelgebirge erkennt Landrat Karl Döhler einen positiven Trend.

Landrat Karl Döhler: "Die Rahmenbedingungen im Fichtelgebirge passen."
von Externer BeitragProfil

"Wir sind im Fichtelgebirge auf dem richtigen Weg", sagt Landrat Karl Döhler anlässlich der jüngsten Bevölkerungsprognose (regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung) des Bayerischen Landesamtes für Statistik. Dabei handelt es sich um eine Berechnung zur Bevölkerungsentwicklung, die stets den Zeitraum der nächsten zwei Dekaden zum Gegenstand hat. Sie zeigt, wie sich die Bevölkerung in den Landkreisen und kreisfreien Städten in den nächsten 20 Jahren entwickeln wird, wenn die bisherigen Trends zu Geburten, Sterbefällen und Wanderungen anhalten.

Von -21,7 auf -11,4 Prozent

Die aktuellen Zahlen sprechen laut Landratsamt Wunsiedel eine klare Sprache: Lag das prognostizierte Minus im Jahr 2008 noch bei 21,7 Prozent, weist die aktuelle Berechnung nur noch -11,4 Prozent aus. Damit setzt der Landkreis Wunsiedel seinen positiven Trend der Vorjahre weiter fort, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 ging die Prognose von einem Minus von 18 Prozent aus, dem folgten Zahlen wie -15,2 Prozent aus dem Jahr 2015 oder -14,3 Prozent aus dem Jahr 2017.

"Im Vergleich zur letzten Vorausberechnung haben wir damit erneut drei Prozentpunkte gut gemacht. Wir haben erstmals die rote Laterne in Bayern abgegeben", erklärt Landrat Karl Döhler. "Unsere Anstrengungen zahlen sich offenbar aus und genau diesen Weg gilt es konsequent weiter zu beschreiten. Wir dürfen uns keinesfalls auf dem Erreichten ausruhen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen gesellschaftlichen Kräften bedanken, die hier inzwischen gemeinsam an einem Strang ziehen."

Gründe für die erfreuliche Entwicklung im Fichtelgebirge gebe es viele: In den vergangenen Jahren habe man viel getan, um die Bevölkerungsentwicklung positiv zu beeinflussen - beispielsweise mit der Imagekampagne #freiraumfürmacher, so Döhler.

Lebensqualität

Und der Landrat ergänzt: "Die Rahmenbedingungen im Fichtelgebirge passen und unterstützen diese Entwicklung. Hier möchte ich besonders unsere hervorragend aufgestellte heimische Industrie nennen, die sowohl jungen Menschen als auch erfahrenen Fachkräften Perspektiven bietet. Die Kombination dieser Arbeitsplätze mit der vorhandenen Lebensqualität führt zu einer Work-Life-Balance, die ihresgleichen sucht. Aber auch die moderaten Lebenshaltungskosten sprechen für das Fichtelgebirge und bieten beispielsweise Familien spürbare finanzielle Vorteile, wenn sie die Stadt gegen den ländlichen Raum eintauschen möchten. Und dass genau das auch immer mehr tun, belegen unsere Zahlen."

Landrat Karl Döhler: "Unsere Anstrengungen zahlen sich offenbar aus."
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