12.11.2019 - 14:51 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Mit Mut in den Wandel

Die Unternehmensgruppe Scherdel ehrt langjährige Mitarbeiter. Sie sind seit 25 und 40 Jahren dabei. Thema sind bei der Jubilarehrung auch die tiefgreifenden Veränderungen in der Automobilbranche und schwerer werdende Zeiten.

Die Jubilare stellten sich mit Christian Schiener, Marcus Bach, Maximilian Freiherr von Waldenfels, Dagmar Zauner und Florian Gelius zum Gruppenfoto.

"Um glücklich zu sein im Leben, brauchen wir etwas zu arbeiten, etwas zu lieben und etwas, auf das wir hoffen können." Dieses Zitat des englischen Diplomaten und Gelehrten Joseph Addison stellte Dagmar Zauner in den Mittelpunkt ihrer Begrüßung in der Fichtelgebirgshalle Wunsiedel. "Ihr Glück in der Arbeit haben Sie als Jubilare bei uns wohl gefunden, das zeigt Ihre lange Betriebszugehörigkeit." Die weltweit fürs Personal Verantwortliche hieß die 28 Jubilare des Jahres 2019 der Scherdel GmbH, der Scherdel-Werke in Erlangen, Friedau und Waldershof sowie der Comet, der Integral GmbH und des Prototypenbaus herzlich willkommen.

Für die Geschäftsführung und die Gesellschafter bedankte sich Geschäftsführer Maximilian Freiherr von Waldenfels für die langjährige Treue: "Liebe Jubilare, Sie arbeiten seit 25 oder 40 Jahren für Scherdel. Sie haben Scherdel mit Engagement, Fachwissen und gesundem Menschenverstand zu einem Unternehmen der Spitzenklasse geformt. Dabei haben Sie auch zu unserem guten Betriebsklima beigetragen und sich um Ihre Kollegen gekümmert. Ein kräftiges Dankeschön dafür! Ich wünsche uns allen, dass wir gemeinsam die nächste Zeit nach besten Kräften meistern." Von Waldenfels sprach damit auch die unruhige Zeit in der Automobilindustrie an. Mit den Abgasproblemen beim Diesel, der Elektrifizierung des Antriebs, dem autonomen Fahren und der Konnektivität ("vernetztes" Auto) verändere sich die Automobilbranche tiefgreifend, der Wandel wirke sich praktisch auf alle Arbeitsplätze in der Scherdel-Unternehmensgruppe aus.

Stellung verteidigt

Aber die Vorgesetzten, Werk- und Ressortleiter würden sich dafür zerreißen, dass Neues für die Zukunft entstehe und das Alte so lang wie möglich profitabel bleibe. So sei für Leutendorf wenige Stunden zuvor der erste Serienauftrag für lange Druckfedern für Heckklappensysteme gekommen. Der Medizinbereich in Röslau würde weiter wachsen, in Friedau reagiere das Unternehmen mit einem Neubau auf die Stellung als Alleinlieferant für eine Anschlussbaugruppe für eine E-Maschine eines süddeutschen Automobilherstellers. Erlangen steige nächstes Jahr in den Bereich Rohre für Thermomanagementsysteme ein, Waldershof konnte seine Stellung bei Hybridteilen verteidigen und sei Wunschlieferant für weitere Bauteile.

Für die Jubilare sei das nicht die erste Krise und nicht die erste Veränderung. "Krisen können auch stark machen", stellte der Geschäftsführer klar. "Deshalb: Bitte haben Sie nicht zu viel Respekt oder Angst vor der Veränderung, denn sie sichert unsere Zukunft. Einfach anpacken und mitgestalten. Setzen wir unsere Scherdel-Stärken weiter ein!"

Jeder Jubilar wurde von seinem Vorgesetzten persönlich mit einer Laudatio gewürdigt. Die Laudatoren sprachen die verschiedenen Stationen ihres beruflichen Lebens an, ihre besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten. Als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung gratulierten Geschäftsführer Marcus Bach, Personalchefin Dagmar Zauner und Betriebsratsvorsitzender Florian Gelius den Jubilaren und steckten ihnen eine Ehrennadel an.

Jubilar Martin Zeis sprach in seiner Dankesrede für die Jubilare ebenfalls den Wandel in der Automobilindustrie an. Ihn gelte es zu bestehen. "Ohne Veränderungen gibt es keine Erfahrung und keine Zukunftsfähigkeit." Musikalisch wurde der offizielle Teil der Jubilarfeier von den Jagdhornbläsern Scherdel gestaltet. Nach der Pause sang der Scherdel-Chor unter der Leitung von Reinhold Schelter. Im späteren Verlauf der Feier spielten die Mukker auf.

Geschäftsführer Maximilian Freiherr von Waldenfels bedankte sich für die Gesellschafter und die Geschäftsführung bei den Jubilaren.
Die Jubilare:

40 Jahre: Wieland Hildner, Franz Hruby, Helmut Keck, Werner Legat und Wolfgang Zemelka. 25 Jahre: Markus Bauer, Thorsten Bugla, Swetlana Dick, Gerlinde Drotleff, Stephan Ernstberger, Jörg Götz, Thomas Juritz, Wolfgang Kellerer, Irina Kretz, Olga Michel, Katja Mueller, Walter Neumann, Nikolaus Parigin, Peter Reilender, Christian Richter, Vera Root, Stefan Scherk, Andreas Schraml, Hakan Sirinyalva, Jürgen Stierstorfer, Tarik Toy, Anna Winterholler und Martin Zeis. (fppp)

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