06.09.2018 - 15:52 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Auf und nieder, immer wieder

Bald schlängeln sich wieder Hunderte Läufer durch das Felsenlabyrinth. Wer beim "Rockman Run" mithalten will, sollte auf einiges vorbereitet sein.

Bei vielen Hindernissen des "Rockman Runs" brauchen die Teilnehmer Muckis. Thomas und Robert Friedl von den "Athletics Friends" (von links) zeigen schon mal Trainingsmöglichkeiten.
von Autor FPHProfil

Zum zweiten Mal organisieren die "Athletic Friends" aus Tirschenreuth den "Rockman Run" in Wunsiedel. Die beiden Strecken haben es in sich, versprechen aber auch jede Menge Spaß. Robert Friedl und Thomas Friedl, Vorsitzende des Sportvereins und Veranstalter des Laufs, zeigen, wie sich die Läufer vorbereiten können und verraten, was die Teilnehmer am 22. September erwartet.

Wie gewohnt, wird es dreckig und nass. Ohne erfrischende Schlammpackung wird kein Teilnehmer des "Rockman Runs" die Ziellinie überqueren. Sollte die Trockenheit andauern, hilft die Feuerwehr nach, verspricht Robert Friedl. Zwei Strecken führen wieder vom Schotterparkplatz der Luisenburg aus durchs Fichtelgebirge bis zum Badeweiher nach Tröstau und für alle, die 18 statt 9 Kilometer laufen, weiter zum Steinbruch und zurück.

Ihren Traum von einer Rundstrecke konnten die "Athletic Friends" noch nicht ganz umsetzen. Auf dem Rückweg erwartet die Läufer aber zumindest zum Teil eine andere Strecke. Einen kompletten Rundlauf zu organisieren, sei für den Verein nicht machbar gewesen. „Das hätte bedeutet, dass wir die doppelte Anzahl an Helfern brauchen“, sagt Robert Friedl. Denn: An jedem Hindernis stehe mindestens ein Helfer vom BRK oder den "Athletic Friends". Außerdem brauchen die Organisatoren Taucher beim Badeweiher, die Feuerwehr, um Straßen zu sperren, die Bergwacht und jede Menge Genehmigungen von den Städten und Gemeinden. Der Aufwand ist enorm.

Ohne die Sponsoren und Vereinsmitglieder der "Athletic Friends" wäre die Organisation nicht möglich, betont Robert Friedl. „Die Sponsoren unterstützen uns nicht nur finanziell, sie bringen sich auch aktiv ein und haben Ideen für neue Hindernisse.“ Alle Mitglieder des Sportvereins stünden hinter den Vorsitzenden. Alle seien mit Herzblut dabei.

„Jeder packt mit an und ist für etwas anderes zuständig“, sagt Thomas Friedl, der sich neben seinem Studium vor allem um den Social-Media-Auftritt kümmert. Und auch viele der Hindernisse bauen die "Athletic Friends" wie auch im vergangenen Jahr wieder selbst. Gut zwei Wochen vor dem Event wird es für die "Athletic Friends" noch einmal stressig. Nach Feierabend müssen sie die Hindernisse aufbauen, die Strecke kennzeichnen und alles vorbereiten.

Etwa 35 Hürden müssen die Läufer der langen Strecke auf ihrem Weg ins Ziel überwinden. Deshalb brauchen die Teilnehmer nicht nur Ausdauer beim Laufen, sondern auch Kraft im Oberkörper und in den Armen. Wer seinen Körper allerdings nicht alleine über eine zwei Meter hohe Wand elegant schwingen kann, muss nicht abgeschreckt sein. Unter den rund 650 Teilnehmern findet sich sicher jemand, der Hilfestellung gibt und nachhilft. Teamwork wird beim "Rockman Run" groß geschrieben.

Zu viel wollen die beiden Vorsitzenden noch nicht verraten, „aber zwei, drei neue Hindernisse sind auf jeden Fall wieder dabei“, versprechen die Organisatoren. Bei einem ist Balance gefragt. Ansonsten geht es für die Teilnehmer wieder zurück in die Kindheit: Sie dürfen durch Dreck krabbeln, eine Wasserrutsche hinabsausen, mit Matsch spielen, im Wasser planschen und sich so richtig austoben – wie auf einem übergroßen Spielplatz für Erwachsene.

Das klingt nach jeder Menge Spaß, erfordert aber auch Kraft und Ausdauer. Ein wenig Vorbereitung kann also nicht schaden. Klimmzüge, Liegestütze, Froschsprünge, ein Trail-Pfad – die Möglichkeiten auf dem Waldsportpfad in Marktredwitz sind ideal, um zu trainieren. An den Stationen wird jedes Körperteil fit gemacht. Und auf der rund viereinhalb Kilometer langen Strecke kann gleichzeitig an der Kondition gefeilt werden. „Der Trail-Pfad ist super, um etwas für die Stabilität zu tun“, sagt Thomas Friedl. Die sei wichtig, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Auf dem Waldweg geht es für die Sportler über Stock und Stein – Bedingungen wie sie auch beim "Rockman Run" sein werden.

Die Profis empfehlen, für den Hindernislauf eine gute Grundausdauer aufzubauen. Auch den einen oder anderen Berglauf vorher gemacht zu haben, schade nicht. Denn die Teilnehmer müssen viele Höhenmeter überwinden. Allein im Felsenlabyrinth geht es steil bergauf und auch der Steinbruch und aufgeschüttete Sandhügel werden den Läufern einiges abverlangen.

Aber keine Angst: „Man muss kein Spitzensportler sein, um mitzumachen“, betont Robert Friedl. Und man sollte sich nicht überschätzen. Der "Rockman Run" solle vor allem Spaß machen. „Wir wollen alle mit einem Lächeln im Ziel ankommen sehen“, sagt Thomas Friedl. Und Robert Friedl ergänzt: Mentale Stärke sei wichtiger als körperliche. „Man muss den Willen haben, es zu schaffen.“ Der Tirschenreuther spricht aus Erfahrung, er hat selbst schon an vielen Hindernisläufen teilgenommen.

Anmeldung und Ablauf:

Auf der Homepage des "Rockman Runs"(www.rockmanrun.de) kann sich jeder in wenigen Schritten für den Lauf registrieren. Kurzentschlossene haben noch die Möglichkeit, sich direkt am 22. September vor Ort anzumelden. Wer mitlaufen möchte, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Bis zur Volljährigkeit brauchen die Teilnehmer die Unterschrift der Eltern. Von 8 bis 10.30 Uhr werden am Samstag im Zelt neben dem Startbereich auf dem Schotterparkplatz der Luisenburg die Startunterlagen ausgegeben. Die erste Welle, die Teilnehmer, die die 18 Kilometer lange Strecke bewältigen, macht sich bereits um 10 Uhr auf den Weg. Um 11 Uhr starten die Kurzstreckenläufer auf der Neun-Kilometer-Strecke. Nach dem Lauf bekommt jeder Teilnehmer einen Pokal und ein T-Shirt. Ab 12 Uhr wird auf dem Parkplatz im beheizten Zelten gefeiert. (fph)

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