19.03.2019 - 14:50 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Die Zukunft des Zahlens

22 Schüler des Luisenburg-Gymnasiums wollen sich in den kommenden Monaten der Entwicklung einer digitalen Bezahlmethode für Jugendliche widmen. Die Schule wurde als eine von bundesweit drei Schulen von der Schufa dafür ausgewählt.

Bei einer Auftaktveranstaltung nahm das Team der Wirtschafts-Werkstatt die Schüler der 10c mit auf eine Reise in die Welt der digitalen Bezahlmethoden und virtuellen Währungen.
von Externer BeitragProfil

Über reine Finanzthemen hinaus lädt die Wirtschafts-Werkstatt der Schufa ausgewählte schulische und studentische Teams ein, um sich mit gesellschaftlichen Trendthemen auseinanderzusetzen und ihre Talente zu zeigen. In diesem Jahr geht es um die Zukunft des Geldes. Die beteiligten Teams geben sich selbst eine Projektaufgabe, wobei die Schulen sich mit Chancen und Risiken digitaler und innovativer Bezahlmethoden auseinandersetzen. Die studentischen Teams sollen die Methoden sicherer machen und ihnen eine breitere Akzeptanz verschaffen. „Die Deutschen liegen nämlich im internationalen Vergleich weit abgeschlagen, was die Akzeptanz des digitalen Geldes betrifft. Für die junge Generation ergibt sich entsprechender Aufholbedarf“, bestätigt Markus Wagner, einer der beteiligten Wirtschaftslehrer des Luisenburg-Gymnasiums.

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung nahm das Team der Wirtschafts-Werkstatt die Schüler der 10c mit auf eine Reise in die Welt der digitalen Bezahlmethoden und virtuellen Währungen. „Die Klasse 10c ist für eine Teilnahme am diesjährigen Kolleg geradezu prädestiniert. Die Klasse stammt nämlich aus dem Wirtschaftszweig des Gymnasiums. In ihrem Stundenplan sind also ein bis zwei Stunden pro Woche für den Profilbereich Wirtschaft und Recht vorgesehen. Die Schülerinnen und Schüler haben sich freiwillig für die Wirtschafts-Werkstatt entschieden und sind hochmotiviert“, stellt Anja Monz von der Wirtschafts-Werkstatt fest.

Die Jugendlichen haben sich für ihren Projektauftrag sich selbst als Zielgruppe ausgewählt und wollen die Idee einer Bezahl-App für Jugendliche verfolgen. Wie die App aussehen soll und was sie kann, das entscheidet sich in den nächsten Wochen. Schließlich sind neben den Bedürfnissen der Zielgruppe „Jugendliche und ihre Eltern“ auch rechtliche Aspekte zu beachten. Grundsätzlich stehen sich im Gesetz bei einem Kauf durch Jugendliche die Einwilligung oder Genehmigung der Eltern und die freie Verwendung des Taschengeldes gegenüber. Aber gerade hier bieten sich auch Chancen bei Verwendung einer digitalen App, wenn beispielsweise gesetzliche Vertreter dem Jugendlichen vorab Budgets zur freien Verwendung oder für den Kauf konkreter Güter freigeben können.

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