06.09.2021 - 14:29 Uhr
Wurz bei PüchersreuthOberpfalz

Alte Musik in zeitgenössischem Gewand zum Abschluss der Wurzer Sommerkonzerte

von Helmut KunzProfil

Barock-Perücke, Dreiviertelhose und ein Wamst aus Samt: Fertig ist der Musikant. Jetzt mal Spaß beiseite. Bereits 1993 gründeten sich die Chursächsischen Streichersolisten, die sich über viele Jahre mit ihrer begeisternden Spielfreude einen Namen machten. Und dass sie das seither auf sympathische Weise tun, davon konnte sich am Samstag das Publikum bei den Wurzer Sommerkonzerten überzeugen. Neben mitreißenden Interpretationen amüsierten auch die kurzweiligen Moderationen des Violoncellisten Georg Stahl.

Zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass. Beim großen Finale der diesjährigen Konzertreihe drehte sich alles um einen farbenfrohen „Sommernachtstraum“. Und dank der zeitgenössischen Kleider, die die Protagonisten am Leib trugen – es fehlte nur noch Kerzenschein – fühlten sich die Zuschauer im historischen Pfarrgarten zurückversetzt ins 18. Jahrhundert. „Wer einmal in Wurz war, möchte wiederkommen“, betonte Leiterin Rita Kielhorn eingangs und sprach damit vielen Besuchern aus den Herzen.

Der Abend begann mit Henry Purcells „The Fairy Queen“ aus „Ein Sommernachtstraum“, dessen Geschichte auf den römischen Dichter Ovid zurückgeht. Neben Werken auf dem Programmzettel hatte das Ensemble unter Leitung von Almut Seidel auch die eine oder andere musikalische Überraschung parat. Unter anderem das temperamentvolle „Concerto per archi“ aus der Feder Antonio Vivaldis oder Lieblingsstücke König Friedrich Wilhelms. Eindrucksvolle, zeitgenössische Kompositionskunst gab es nach der Pause zu hören: Benjamin Brittens "Simple Syphony". Die Konzertreihe endete mit Felix Mendelssohn Bartholdys Streichersinfonie Nr. 7 d-Moll. Aus dessen Feder stammte auch eine Symphonie, die das Chursächsische Streicherquintett bereits im ersten Teil spielte. Mendelssohn Bartholdy hatte das Werk geschrieben, als er zwölf Jahre alt war. Die Wurzer Sommerkonzertreihe endete mit einem Riesenapplaus für Künstler und Initiatoren.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.