31.08.2021 - 09:04 Uhr
Wurz bei PüchersreuthOberpfalz

Meisterin am Violoncello begeistert bei Wurzer Sommerkonzerten

Adele Bitter bot im Wurzer Marstall eine breite Vielfalt von Solostücken für Violoncello
von Holger Stiegler (STG)Profil

Vielen Musikfreunden dürfte das Violoncello eher als Begleitinstrument oder als eines von vieren im Streichquartett bekannt sein: Dass das Instrument aber noch viel mehr kann, bewies am Sonntagnachmittag Adele Bitter bei den Wurzer Sommerkonzerten. Wieder musste Zuflucht im Marstall gesucht werden, der Sommer ist der Konzertreihe trotz herausragender musikalischer Leistungen in diesem Jahr nicht so recht hold.

Adele Bitter ist recht kurzfristig als Künstlerin in Wurz eingesprungen, nachdem ein Krankheitsfall das Programm am vergangenen Wochenende etwas durcheinanderwirbelte. Nur von einem „Ersatz“ zu sprechen, würde aber dem Können der Instrumentalistin nicht gerecht werden: Adele Bitter ist eine wahre Meisterin am Violoncello, seit 2001 ist sie Vorspielerin im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.

Mit ihrem Programm deckte sie eine enorme stilistische, geographische und zeitliche Bandbreite ab. So eröffnete sie – fast schon standesgemäß – mit dem Werk „Ricercar No.3“ des italienischen Barockkomponisten Domenico Gabrielli, der als so etwas wie der „Vater“ von Kompositionen für Violoncello solo gilt. Etwas völlig anderes war die mit orientalischen Themen durchzogene „Partita for Violoncello alone“ des türkischen Komponisten Ahmed Adnan Saygun, der im 20 Jahrhundert lebte. Kraftvoll, hochkonzentriert und mit viel Lust am Spielen präsentierte Bitter außerdem Werke von Johann Sebastian Bach und Jaques Ibert. Viel Applaus gab es dafür vom Publikum.

 

 

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