Am Sonntag trat das Duo Stringbreeze, bestehend aus Elisso Gogibedaschwili und Marko Trivunovic, bei den Wurzer Sommerkonzerten auf und zeigte mit seinem „Tanz durch die Epochen“ eindrucksvoll, wie Musik Bewegung ist – wohltuend skizzenhaft in Barocklinien, elegant springend in klassisch beschwingter Manier und frech energiegeladen in modernen Klängen.
Schon der Auftakt offenbarte laut Einschätzung der Veranstalter die gekonnte Abstimmung der beiden Hauptstimmen: Die feine Mischung aus lyrischer Wärme und präziser Artikulation ließ barocke Linien kunstvoll zum Leben erwachen, während Mozarts federnde Leichtigkeit das Publikum zum Strahlen brachte. Im weiteren Verlauf formten kontrastreiche Klangfarben ein Panorama des Tanzes: von Bartóks rustikaler Lebensfreude über die subtile Strenge Strawinsky-ähnlicher Ästhetik bis zu dem leidenschaftlichen Ausdruck des Tangos, der die Gegenwart mit vitaler Dramatik verknüpfte.
Besonders gelungen war die dialogische Körnung des Ensembles: Jeder Ton war merklich durchdacht, jeder Wechsel von Melodie zu Rhythmus traf den richtigen Puls. „Die Violinistin und der Akkordeonist verstanden es meisterhaft, Tanzcharaktere zu zeichnen – mal getragen und still, mal impulsiv und tänzerisch – und dabei eine durchgehende erzählerische Linie zu halten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter. Die Künstler Elisso Gogibedaschwili (Violine) und Marko Trivunovic (Akkordeon) brachten dem Nachmittag demnach eine farbenreiche Dimension: glitzernde Soli, gewandte Kammermusik-Dialoge und überraschende klangliche Nuancen, die das Programm zum Leuchten brachten.
Die Präsentation der Programmeingänge war farbenreich, doch nie überladen; stilistische Brüche wurden sensibel arrangiert, sodass der Bogen über die Jahrhunderte organisch spürbar blieb. „Eine bewegende Zugabe fasste den Nachmittag liebevoll zusammen und ließ das Publikum beschwingt zurück“, so das Fazit nach einem außerordentlich gelungenen Konzert, das Tanz als Universalsprache der Musik feierte – virtuos, intelligent arrangiert und mit mitreißendem Esprit. „Ein großer Gewinn für die Reihe Wurzer-Sommerkonzerte und eine klare Empfehlung für kommende Saisons“, so das abschließende Urteil.













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