15.09.2021 - 14:42 Uhr
Zessau bei TrabitzOberpfalz

Schützengesellschaft "Eichenlaub" Zessau ersehnt Ende des „Dornröschenschlafs“

Es ist ein kurzer Bericht über ein „außergewöhnliches Jahr“, den Schützenmeister Roland Hösl in der Jahreshauptversammlung der Zessauer Schützengesellschaft „Eichenlaub“ abgibt. Denn seit März 2020 ruhte der Vereinsbetrieb weitgehend.

Neue Jugendleiterin bei den Zessauer Schützen ist Magdalena Wittmann (links), neuer zweiter Schützenmeister Hubert Wittmann (rechts). Für langjährige Mitgliedschaft ehrt Schützenmeister Roland Hösl (Dritter von links) Peter Ackermann, Tobias Lober und Margitta Landgraf (Zweiter, Vierter und Fünfte von links).
von Bernhard PiegsaProfil

Anstelle der üblichen langen Liste von Platzierungen, Ringen und Teilern blieb es deshalb bei einer einzigen, immerhin ehrenvollen Erwähnung: Bei der Gaumeisterschaft 2020, die noch vor dem „Lockdown“ abgeschlossen wurde, errang Hubert Wittmann den ersten Platz in der Kategorie „Luftpistole/Hilfsmittel“. Mit einem Dank an alle, „die mich und den Verein in dieser schweren Zeit unterstützt haben“, schloss Hösl.

Ähnlich knapp fiel die Bilanz des stellvertretenden Jugendleiters Kaspar Nettesheim über eine „Jugendarbeit in stark reduziertem Umfang“ aus. Bei der Gaumeisterschaft 2020 habe der Schützennachwuchs noch einige „Treppchenplätze“ besetzt, sprach er Erfolge von Magdalena Wittmann, Hannes Dobmeier, Anna-Maria Wittmann und Fabian Bäumler an. Das gesamte Zessauer Jugendteam habe den Gaujugendwettkampf 2020 als Tabellenerster der Klasse A beendet: „Aufsteigen konnten sie leider nicht mehr, weil es für die Jugend keine höhere Klasse gibt.

Einen Kahlschlag vollführte das Virus auch im Belegungsplan für das Zessauer Gemeinschaftshaus, zog Roland Hösl ein resigniertes Fazit für die „Schützen/Feuerwehr GbR“, die für die Betreuung des Gemeinschaftshauses und die Organisation von Veranstaltungen verantwortlich ist. Geehrt wurden Helmut Adam und Friedwald Götz für 60, Margitta Landgraf und Peter Ackermann sowie Josefine Alexander und Albert Lober für 50, Tobias Lober und Markus Eichenmüller für 25 und Kristina Müller für 10 Jahre Mitgliedschaft.

Zu Optimismus rief Bürgermeisterin Carmen Pepiuk auf, um das Trabitzer Vereinsleben in seiner Vielfalt bald aus dem „Dornröschenschlaf“ zu wecken. Ferner informierte sie, dass die Gemeinde auf Anregung von Gemeinderätin Anna Laugensteiner eine Schaukel für den Spielplatz vor dem Gemeinschaftshaus angeschafft habe: „Die Dorfgemeinschaft hat signalisiert, beim Aufbau mitzuhelfen, und dafür danke ich Euch schon jetzt.“

Einen schweren Schlag für die Zessauer Schützengesellschaft bedeutete der Tod von Roland Thomas, der dem Verein seit 1973 angehört und von 1989 bis 2016 als Schützenmeister amtiert hatte. Danach versah er die Ämter des ersten Jugendleiters und des zweiten Schützenmeisters. Zu Nachfolgern für die Übergangszeit bis zu den ordentlichen Neuwahlen, die regulär im Januar 2022 anstehen, berief die Versammlung Magdalena Wittmann (erste Jugendleiterin) und Hubert Wittmann (zweiter Schützenmeister).

Bei den nächsten Wahlen werden noch zwei weitere Ämter neu zu besetzen sein: Ihren Rückzug kündigten für 2022 Vizejugendleiter Kaspar Nettesheim und Schriftführerin Ingeborg Achatz an. Kassiererin Birgit Wegmann, Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und Schützenmeister Roland Hösl hoffen, dass sich für diese Posten Nachfolger finden werden.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.