Der aufmerksame Ladendetektiv eines Elektronikfachmarktes an der Waldershofer Straße in Marktredwitz bemerkte am Dienstag gegen 15.30 Uhr einen 30-Jährigen und dessen 14-jährige Begleiterin, die drei Smartphones und Kopfhörer im Wert von mehreren Hundert Euro stehlen wollten. Die beiden hatten die Ware in einer extra präparierten Tasche versteckt. Als der Mitarbeiter sie ansprach, ergriffen sie die Flucht. Der Sicherheitsmann nahm die Verfolgung auf und beobachtete, wie der 30-Jährige in einen mit zwei weiteren Männern besetzten Skoda mit tschechischer Zulassung einstieg und davonfuhr, berichtet die Polizei. Das Mädchen konnte er noch auf dem Parkplatz stellen.
Ein Zeuge beobachtete das Geschehen und reagierte in Sekundenschnelle. Er verfolgte das Fluchtfahrzeug mit seinem Wagen. Der 30-jährige Täter sprang bei günstiger Gelegenheit aus dem Auto und rannte davon. Die Polizei fahndet bis dato noch nach dem namentlich bekannten Mann.
Der Zeuge "setzte sich bis zum Eintreffen einer Marktredwitzer Polizeistreife an dem Skoda fest und vereitelte so die Flucht der Tatverdächtigen", heißt es im Polizeibericht.
Als die Beamten das Fahrzeug schließlich anhalten konnten, saßen darin ein 54-Jähriger und ein 29-Jähriger, "die mit dem Diebespaar gemeinsame Sache gemacht haben sollen". Die Ordnungshüter nahmen die beiden fest.
Ersten Erkenntnissen zufolge soll es sich um eine Diebesbande handeln, die durch arbeitsteiliges Vorgehen Beute machen wollte, so die Polizei. "Die beiden Fahrzeuginsassen waren zudem mit einem verbotenen Teleskopschlagstock und einem erlaubnispflichtigen Pfefferspray bewaffnet." Ob die Gruppe für weitere Taten infrage kommt, ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die drei tschechischen Staatsangehörigen wurden am Mittwochvormittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof Untersuchungshaftbefehl. Die zwei Männer und das Mädchen müssen sich wegen des Verdachts des bewaffneten Bandendiebstahls verantworten. Die Fahndung nach dem vierten Tatverdächtigen läuft indes weiter auf Hochtouren.













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