16.05.2018 - 16:14 Uhr
PentlingOberpfalz

189. Regensburger Diözesanwallfahrt startet [Mit Video] 111 Kilometer zum Gnadenort

Der Termin ist gesetzt - seit dem Jahr 1830. Seitdem machen sich jedes Jahr am Donnerstag vor Pfingsten Pilger zu Fuß auf den Weg nach Altötting. Bei der 189. Regensburger Diözesanwallfahrt musste aber diesmal umgeplant werden.

von Andreas Hahn Kontakt Profil

Die 1300 Batterien für die 55 Pilgerfunk-Doppellautsprecher sind geladen. Das mobile Pilgerbüro ist eingerichtet, die Funkgeräte getestet. "Wir sind bereit und freuen uns", blickt Pilgerführer Bernhard Meiler aus Oberwildenau zuversichtlich in die Runde. In der "Funkwerkstatt" in Hölkering (Gemeinde Pentling) laufen am Mittwoch die letzten Arbeiten, damit auch diesmal während des Pilgerzugs durch drei Regierungsbezirke die Gläubigen gemeinsam beten und singen können.

Bis zu 8000 Pilger

Ein neunköpfiges "Funkteam" zeichnet für die Technik verantwortlich. Eine zeitraubende Kleinarbeit ist es, um schon im Vorfeld sicherzustellen, dass Durchsagen, Gebete, Lieder oder auch mal ein Witz von Pfarrer Hannes Lorenz (Geistlicher Beirat) am hintersten Ende des mehrere Kilometer langen Pilgerzugs ankommen. Erwin Hopfensberger, seit 1981 bei der Wallfahrt dabei, scheint jedoch nichts aus der Ruhe zu bringen: "Wir haben eine Werkstatt dabei, denn passieren tut eigentlich immer was. Uns erschüttert da fast nichts mehr", lacht er.

Die Wallfahrt über rund 111 Kilometer beginnt mit einem Gottesdienst um 7.15 Uhr in der St.-Albertus-Magnus-Kirche. "Ich gehe davon aus, dass wir wieder mit etwa 4000 Pilgern in Regensburg starten. Es wäre schön, wenn wir wieder 7000 bis 8000 Pilger werden", gibt sich Meiler zuversichtlich. Die Teilnehmerzahl steigt an, da sich auf dem dreitägigen Weg von Ortschaft zu Ortschaft immer mehr Pilger anschließen.

Wer ab Regensburg zu Fuß dabei ist, muss sich - ebenso wie die Wallfahrtsleitung - in diesem Jahr auf Umwege einstellen. "Zum einen wurde gleich an der A3 die Brücke, über die wir sonst gehen, abgerissen. Da müssen wir einen Umweg machen. Und die zweite Brückenbaustelle haben wir in Geiselhöring. Da müssen wir diesmal auch anders gehen, aber das stecken wir weg." Somit wird die Ankunft in Mengkofen am Abend des ersten Tages wohl um etwa eine halbe Stunde später sein als in den Jahren zuvor.

"Ohne Kreuz geht es nicht"

In Altötting angekommen geht es wie immer am Pfingstsamstag auf den letzten Metern zur Basilika an der Bruder-Konrad-Kapelle vorbei. Vom Heiligen Bruder Konrad stammt auch heuer das Leitwort der Fußwallfahrt: "Ohne Kreuz geht es nicht". Der Bruder-Konrad-Brunnen wird von den Regensburger Fußwallfahrern extra geschmückt, da dessen 200. Geburtstag gefeiert wird. Zudem gibt es nach dem Gottesdienst heuer "Bruder-Konrad-Brötchen".

Den Empfangsgottesdienst feiert Diözesanbischof Rudolf Voderholzer mit den Geistlichen Beiräten und Priestern in der St.-Anna-Basilika um 10.30 Uhr. Voderholzer wird bereits am Freitag in Massing eintreffen und die letzte Etappe nach Altötting mitgehen. Dort werden die Wallfahrer mit Sicherheit wieder von Hunderten Angehörigen, die aus der Oberpfalz nachkommen, beim Einzug empfangen.

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