17.05.2018 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Horst Eckert präsentiert in Pressath seinen neuen Thriller „Der Preis des Todes“ Lesung daheim

Krimi-Autor Horst Eckert präsentiert in Pressath seinen neuen Thriller "Der Preis des Todes"

Horst Eckert stellte in Pressath seinen neuen Thriller vor. Bild: stg
von Holger Stiegler (STG)Profil

Vorstellen muss er sich am Mittwochabend in Pressath eigentlich nicht: Denn dort ist Horst Eckert bestens bekannt, dort ist er aufgewachsen und dort ist er auch irgendwie noch daheim. Der Krimi-Autor wohnt und arbeitet zwar seit über 30 Jahren in Düsseldorf, wenn allerdings ein neuer Roman von ihm erscheint, dann stellt er ihn in der Region auch vor. Eingeladen hatten ihn die Kooperationspartner Kulturkreis Pressath, Buchhandlung Bodner und VHS Eschenbach zur Lesung in die "Vestn".

In seinem neuen Thriller "Der Preis des Todes" - mittlerweile der 15. Roman - verknüpft er die Themen Lobbyismus, politische Machenschaften und Organhandel zu einer spannenden Handlung - und hat dabei auch immer die persönliche Geschichte der Hauptpersonen im Blick. Im Zentrum des Thrillers steht die Talkshow-Moderatorin Sarah Wolf, deren Lebensgefährte Christian Wagner, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium und ehemaliger Lobbyist, auf mysteriöse Art und Weise ums Leben kommt. Wolf fängt selbst zu ermitteln an, da sie nicht an einen Selbstmord Wagners glaubt. Dabei rückt auch ein Flüchtlingslager in Kenia in den Mittelpunkt ihrer Untersuchungen. Und Wolf dringt nicht nur tiefer in das Gestrüpp aus politischen Verflechtungen vor, sondern begibt sich auch selbst in Lebensgefahr.

Horst Eckert liest nicht nur vor, sondern berichtet den Zuhörern auch davon, was ihn antreibt, zu Schreiben. "Es war nicht so, dass ich schon immer Krimi-Autor werden wollte", erzählt der frühere Fernseh-Journalist. Ein "Leseratte" sei er allerdings schon immer gewesen. Er blickt zurück ins Jahr 1993, damals habe er in kurzer Zeit drei Krimis gelesen, die ihn allerdings nicht sonderlich "gepackt" hätten. "Und dann habe ich das Schreiben einfach selber ausprobiert und dabei - um es mal in der Krimi-Sprache zu sagen - Blut geleckt", berichtet Eckert.

Zwei Sachen seien ihm immer wichtig gewesen: Dass die Romane in einer Großstadt mit all ihren sozialen Milieus und Problemen spielen, damit die Verbrechen dort auch geschehen können, und dass es Polizisten und Kripo-Beamte sind, die in den Fällen ermitteln. "Das habe ich in 14 Romanen gemacht - und jetzt ist es eine Journalistin geworden", so Eckert. Nachdem er nun schon eine geraume Zeit aus dieser Branche heraus sei, habe er auch keine Berührungsängste mehr.

Für die Buchvorstellung in Pressath hat Eckert Textabschnitte gewählt, die einerseits einen kurzen und intensiven Einblick in die Geschichte vermitteln, andererseits auch neugierig darauf machen, wie es weitergeht. Eine Stärke in Eckerts Schreiben liegt in der ungekünstelten Sprache. Damit gelingt ihm eine Charakterisierung und Beschreibung der Protagonisten, die diese wohlvertraut erscheinen lassen.

Eckert ruht sich auf seinem Roman nicht aus, vielmehr schreibt er schon am nächsten Werk. Im Pausengespräch verrät er, dass er am Jahresende Abgabetermin für das neue Manuskript hat. Ein Ende der Eckert'schen Buchvorstelllungen in Pressath muss somit - glücklicherweise - niemand befürchten.

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