20.02.2018 - 20:00 Uhr
Pullenreuth

Alfred Wolf stellt bei der Stinwaldia sein Projekt "Heimatunternehmen" vor Ein deutsch-tschechisches Netzwerk

"Heimatunternehmen": Den Namen trägt ein deutsch-tschechisches Netz engagierter Menschen, das "Heimat, diesseits und jenseits der Grenze, liebens- und lebenswert erhalten" will. Wie das gehen soll, thematisierte eine Gesprächsrunde auf der Glasschleif in Pullenreuth.

Gemeinsam Grenzen überschreiten: Ida Petioka (von links), Alfred Wolf, Adalbert Busl, Thomas Lippert und Norbert Reger arbeiten auf der Glasschleif an neuen Ideen. Bild: lpp
von Autor LPPProfil

Die Vorsitzenden der Gesellschaft Steinwaldia, Norbert Reger sowie Thomas Lippert, hatten Alfred Wolf geladen. Der Vorsitzende des Vereins "Via Carolina" ist auch Manager des Netzwerks "Heimatunternehmen". Er hatte die tschechische Verbindungsfrau Ida Petioka mitgebracht. Auch Adalbert Busl brachte sich ein.

Sie stellten ihre Idee eines "dichten Netzwerks" vor. Kontakte in die tschechische Republik bestehen, weitere Projektpartner werden gesucht. Es soll darum gehen, nachhaltige Ideen zu entwickeln und Menschen zusammen zu bringen. Jeder kann mitmachen. "Wir möchten Personen, Firmen, Vereine und Organisationen als Vorbilder darstellen", sagt Wolf. "Wir gehören über Grenzen hinweg zusammen, das lehrt die Geschichte", so Wolf. Strukturen sollen sich von unten entwickeln, "Papierkram" verhindert werden. "Viele Projekte versanden, weil die Anträge in den Mühlen der Bürokratie hängen bleiben."

Wolf hatte positive Beispiele für die Zusammenarbeit mitgebracht: ein Mühlenprojekt in Mähring oder ein Ackerbürgerhaus in Bärnau, um das sich ein neuer Verein kümmert. Er betonte die Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung. Das Gespräch mit der Gesellschaft Steinwaldia suchte Wolf, weil diese bereits Projekte betreibt, die das regionale Bewusstsein betonen. Ein Beispiel sei die erlebbare Glasschleif. Auch die Restaurierung der Burgruine Weißenstein sei wegweisend. Norbert Reger verwies auf die geplante Restaurierung des heiligen Grabes in Pullenreuth. In der Diskussion ging es um weitere Projekte für das Netz "Heimatunternehmen".

Alfred Wolf und seine Vision

Der Polizist Alfred Wolf ist für das Projekt Heimatunternehmen beurlaubt. Vor mehr als 20 Jahren hat der heutige Vorsitzende des Vereins Via Carolina begonnen, historische Veranstaltungen zu organisieren. Den Geschichtspark Bärnau hat er mit vielen Ehrenamtlichen zum Ort ausgebaut, an dem Menschen beiderseits des früheren Eisernen Vorhangs zusammenfinden. Das Zusammenwachsen durch konkrete Aktivitäten ist ihm ein Anliegen. Wolf träumt davon, Studenten aus ganz Europa nach Bärnau zu bringen, die die Region neu beleben.

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