03.05.2018 - 15:01 Uhr
RegensburgOberpfalz

Kreuze in Behörden aufhängen?: Regensburger Bischöfe positionieren sich in Kreuzdebatte

Der katholische Bischof Rudolf Voderholzer und der evangelisch-lutherische Regionalbischof Hans-Martin Weiss (beide Regensburg) haben sich in der Debatte um den bayerischen Kreuzerlass gemeinsam positioniert. In einer am Donnerstag veröffentlichten ökumenischen Stellungnahme begrüßten sie die Präsenz des Kreuzes im öffentlichen Raum, gerade auch dort, wo politische oder administrative Verantwortung für das Gemeinwesen wahrgenommen werde. "

Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident (CSU), hält ein Kreuz, das er im Eingangsbereich der bayerischen Staatskanzlei aufhängt.
von Agentur KNAProfil

Dass es mit dem Anbringen von Kreuzen alleine nicht getan ist, wird niemand bestreiten", heißt es darin. Es sei aber auch nicht richtig, "dieser symbolischen Selbstvergewisserung der eigenen Grundlagen nur unlautere Motive zu unterstellen", etwa die Instrumentalisierung zu Wahlkampfzwecken.

"Wer sich auf das Kreuz beruft und unter das Kreuz stellt, wird sich auch an seinem Anspruch messen lassen", heißt es in dem Text. Jeder Politikerin und jedem Politiker gebühre Dank für das öffentliche Bekenntnis zum "vorpolitischen Fundament der staatsbildenden Grundwerte". Historisch und sachlich sei dies "in unserer bayerischen Heimat die christliche Religion". Das Kreuz bewahre den Staat vor der Versuchung, sich totalitär des Menschen zu bemächtigen. Es erinnere alle Frauen und Männer im Staatsdienst an ihre Verantwortung, der Würde und Freiheit der Menschen zu dienen.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.