16.04.2018 - 20:00 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Bürgerversammlung in Schmidgaden Gemeinde schafft Lebensqualität

Die Gemeinde steht auf gesunden Beinen und ist als attraktiver Wohnort gefragt. Im Jahr 2017 wurde ein Rekord beim Verkauf von Bauplätzen erzielt.

Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl sprach zu den Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Bürgerversammlung.
von Richard AltmannProfil

Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl freute sich über die gute Entwicklung der Gemeinde und die verständnisvolle Bürgerschaft. Altbürgermeister Johann Prifling betonte, dass man in der Kommune immer zu einer Lösung finde, ob beim Wasser oder bei der Friedhofmauer. Als gut ausgestattet bezeichnete Schulleiter Klaus Ruetz die Mittelschule. Doch es müsse von Jahr zu Jahr geplant werden. Heidi Neidl stellte sich als neue Leiterin der Grundschule Fensterbach-Rottendorf vor.

Tankstelle, Penny-Markt

Bürgermeister Josef Deichl berichtete, dass das Verwaltungsgebäude der Gemeinde in Eigenleistung saniert wurde und nun ein erweitertes Raumangebot aufweist. Fünf neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Deichl nutzte die Gelegenheit, sich bei allen in der Gemeinde beschäftigten Personen für ihre Mitarbeit zu bedanken. Im Gewerbegebiet Trisching entsteht die neue HEM-Tankstelle mit sechs Zapfstellen. Ende Juli ist sie fertig. Im Herbst möchte der Penny-Markt in Trisching seine Pforten öffnen. Beim Feuerwehrgerätehaus in Schmidgaden und Gösselsdorf wurden die Außenanlagen saniert. Die Materialien wurden von der Gemeinde gestellt, die Arbeiten ehrenamtlich von der Feuerwehr erledigt.

Der Kobelhof in Trisching wird zu einem Zentrum des Pferdesports umgebaut. Die Gemeinde unterstützt das Projekt mit der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplanes. Beim A 6-Rastplatz Stocker Holz entsteht eine Photovoltaik-Freiflächenanlage. Die Vermarktung läuft über die BEMO. So können sich auch die Bürger daran beteiligen. Deichl erläuterte den Zuhörern den Planungsstand im Schulverbund Nördliches Naabtal. Bei der Erhaltung des Schulstandortes müssen auch die Eltern entsprechend mitarbeiten. Der Kindergarten und die Kinderkrippe sind zu klein geworden. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, soll der bisherige Parkplatz überbaut werden. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das Kinderferienprogramm - im letzten Jahr mit 24 Veranstaltungen. Für die Vorbereitung bedankte sich Josef Deichl bei den beiden Jugendbeauftragten der Gemeinde, Theresa Dobler und Thomas Wilhelm, sowie bei Hildegard Mutzbauer.

Seit zwei Jahren gibt es dankenswerterweise wieder einen heimatkundlichen Arbeitskreis mit jeweiligen Ansprechpartnern vor Ort. In Sachen Stromleitungen erläuterte Bürgermeister Deichl den momentanen Sachstand beim Ostbayernring und dem Süd-Ost-Link. Der Breitbandausbau läuft. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 753 110 Euro. Dazu gibt es 602 488 Euro Förderung. Erfreulich ist, dass durch die Anpassung der alten Bebauungspläne Baulücken in den Orten geschlossen werden konnten. Allerdings müsse hier noch mehr geschehen. Die Baugebiete lassen sich sehr gut vermarkten. Mit 27 verkauften Parzellen wurde ein absoluter Rekord erzielt. Deichl stellte auch das neue Mobilitätskonzept des Landkreises mit Rufbussen vor.

Die Gemeinde muss in neue Geräte - Traktor, Mulchgerät und Kastenwagen - investieren. Ein Bebauungsplan ist für das Baugebiet West IV aufzustellen. Ferner muss Grund für die Baugebietserweiterung in Trisching und Ausgleichsflächen erworben werden.

Bürger beteiligen

In neun Streckenabschnitten stehen Straßensanierungen an. Beschäftigen wird die Gemeinde die Friedhofsplanung in Schmidgaden und Trisching, das Dorfentwicklungskonzept in Schmidgaden, der Neubau einer Kinderkrippe und Schaffung einer weiteren Kindergartengruppe, die Straßenplanungen in Rottendorf und Inzendorf, die Kanalsanierungen in Rottendorf und Inzendorf sowie die Neugestaltung des Badeweihers in Trisching und die Beschaffung eines Fahrzeuges für die Feuerwehr Gösselsdorf. Zur geplanten Klärschlammverbrennungsanlage im Industriegebiet Trisching betonte Deichl, dass die Entscheidung nach der Bürgerbeteiligung falle. Der Gemeinderat berücksichtige den Willen der Bürger.

Zum Dauerbrenner-Thema Leitungsbau des Wasserzweckverbandes Brudersdorfer Gruppe schilderte Deichl die Entwicklung seit der Gründung bis heute. Die Schlussfolgerungen konnte jeder Bürger selbst ziehen. In der Diskussion gab es auch eine Wortmeldung dazu. Verbandsrat Florian Burth legte noch einmal seinen Standpunkt dar. Ein Bürger aus dem betroffenen Gebiet bedauerte, zu welcher Stimmung die ganze Auseinandersetzung geführt habe. Er sprach auch die jetzt eintretende Kostensteigerung an.

22 neue Wohnhäuser

Die Gemeinde Schmidgaden entwickelt sich gut. Es gab zwar bei den Einwohnern einen leichten Rückgang, der sich aber in diesem Jahr aber schon wieder wendet, da sehr viele neue Häuser im Baugebiet West III in Schmidgaden entstehen und bezogen werden. Im Jahr 2017 wurden 2917 Einwohner gezählt (2016: 2931). Einwohner mit Zweitwohnsitz 123 (116), Geburten 26 (30), Zuzüge 94 (126), Sterbefälle 27 (24), Wegzüge 107 (90), Eheschließungen 12 (11), Gewerbeanmeldungen 21 (23), Gewerbeabmeldungen 10 (16).

Die Einwohner teilen sich wie folgt auf: Schmidgaden 1447 (1452), Trisching 688 (695), Rottendorf 328 (329), Inzendorf 116 (118), Gösselsdorf 71 (74), Wolfsbach 67 (70), Hartenricht 65 (61), Littenhof 48 (48), Hohersdorf 42 (43), Legendorf 17 (17), die sieben Weiler Kadermühle, Rödlmühle, Scharlmühle, Vierbruckmühle, Zißlmühle, Berghof, Götzendorf 34 (24).

Im letzten Jahr gab es 47 Bauanträge (38), 22 Wohnhausbauten (15) und 27 Verkäufe von gemeindlichen Bauplätzen (8). (ral)

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