Schönsee
14.05.2018 - 17:56 Uhr

Sitbor (Schüttwa) ehrt berühmtesten Sohn: Denkmal für Johannes von Schüttwa

Mit der Einweihung eines Denkmals für "Johannes von Schüttwa" ehrt Sitbor (Schüttwa), ein Dorf in der Gemeinde Pobežovice, ihren wohl berühmtesten Sohn. Die Enthüllung und Einweihung des von Bildhauer Jaroslav Sindelar, Pilsen, geschaffenen Werkes, erfolgte bei einer deutsch-tschechischen Zeremonie in der Mitte des westböhmischen Ortes.

Frantisek Radkovský, von 1993 bis 2016 erster Bischof von Pilsen, weihte in Sitbor in Anwesenheit vieler Ehrengäste das Denkmal für Johannes von Schüttwa.  	Bild: mmj
Frantisek Radkovský, von 1993 bis 2016 erster Bischof von Pilsen, weihte in Sitbor in Anwesenheit vieler Ehrengäste das Denkmal für Johannes von Schüttwa. Bild: mmj

Bürgermeister Hynek Ríha begrüßte zu diesem Anlass den früheren Bischof von Pilsen, Frantisek Radkovský, politische Mandatsträger aus Pilsen und Prag, sowie viele ehemaligen Bewohner von Schüttwa. Zu diesem Festakt waren ebenfalls Bernd Posselt, Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft sowie Bürgermeisterin Birgit Höcherl (Schönsee) und ihr Amtskollege Manfred Dirscherl aus Weiding der Einladung gefolgt. Eine Patenschaft verbindet Sitbor mit der Gemeinde Seckach/Baden-Württemberg, aus der Hynek Ríha eine Abordnung mit Bürgermeister Thomas Ludwig willkommen hieß.

In ihrem Grußwort betonte Schönsees Bürgermeisterin Birgit Höcherl die Partnerschaft zwischen Pobežovice und den Kommunen des Schönseer Landes, die bei Zusammenkünften der Bürgermeister und bei verschiedenen Anlässen untermauert und ausgebaut wird. Ferner würden die Verbindungen im schulischen Bereich und über das Centrum Bavaria Bohemia zur Verständigung beitragen. Zum Anlass der Gedenksteinenthüllung erinnerten die Sprecher an das Leben und Werk von "Johannes von Schüttwa". Jan von Sitbor (1350-1414) erlangte mit seinem literarischen Werk "Ackermann aus Böhmen" ("Plowman aus Böhmen") große Bekanntheit. Die 1401 als eine der ersten deutsche, mittelalterliche entstandene Fassung, galt in dieser Zeit als literarisches Schmuckstück.

Das Leben von Jan von Sitbor war zudem Beispiel für das nachbarschaftliche Zusammenleben von Tschechen und Deutschen mit dem Schwerpunkt auf Bildung und Menschlichkeit. Im Begleitprogramm dieser Zeremonie stand nach dem offiziellen Teil ein unterhaltsamer Nachmittag im Festzelt, bei dem die Grenzland Blaskapelle Dietersdorf und Musikanten aus Tschechien mit ihrer Musik ebenfalls deutsch-tschechische Freundschaft pflegten.

 
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