29.08.2018 - 11:33 Uhr
Sport

Der Abend des Helden

Ein Oberbayer bei den Bayern: Die Fans des Rekordmeisters feiern Bastian Schweinsteiger ein letztes Mal. So einen vermissen sie.

von Josef Maier Kontakt Profil

Nein, für die "Heiligsprechung" reicht's dann doch nicht: Bastian Schweinsteiger - man mag es kaum glauben - hat auch etwas falsch gemacht in seiner Karriere. Er hätte nicht erst nach der EM 2016 aus der Nationalelf zurücktreten sollen, sondern nach dem WM-Triumph 2014. Das sagen nicht wenige. Und er hätte sich auch die Demütigungen eines José Mourinho in Manchester ersparen können.

Aber natürlich hat der junge Mann aus Kolbermoor ganz, ganz viel richtig gemacht in seiner glorreichen Laufbahn. "Basti", "Schweini" oder einfach ganz schnöde "Fußballgott" war immer ein Vorbild auf dem Platz. Auch wenn er nicht mehr der Schnellste war, fand er doch Finten und Tricks den Gegner mit legalen Tricks zu stoppen. Er hatte eine unglaubliche Gabe, den Ball abzuschirmen und spielte Pässe, die man eigentlich so nicht spielen konnte.

Er war kein Maulheld, er war ein Anführer, ein Mitreißer, ein Stratege auf dem Platz. Er hat auch einige brutale Niederlagen miterlebt. Er weinte die bittersten Tränen nach dem verlorenen "Finale dahoam" 2012. Und kam ein Jahr später in Wembley am stärksten zurück. Im WM-Finale 2014 gab er sein Blut für den Erfolg.

Das alles reicht zwar auch noch nicht für eine "Seligsprechung", aber für alles gibt es ein ganz, ganz dickes Dankeschön für den WM-Helden - nicht nur von den Bayern-Fans.

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