München
08.12.2019 - 22:18 Uhr

Absturz auf Platz 7: Der FC Bayern steht zurecht da, wo er steht

Der FC Bayern ist derzeit mächtig in Geberlaune. Binnen einer Woche ließ der Rekordmeister fahrlässig sechs Punkte liegen. Da darf man durchaus auch über fehlende Qualität sprechen, meint unser Sportredakteur Josef Maier.

Kommentar von Josef Maier
Frust pur bei Joshua Kimmich. In Gladbach verschenkte der FC Bayern schon wieder drei Punkte. Bild: Federico Gambarini/dpa
Frust pur bei Joshua Kimmich. In Gladbach verschenkte der FC Bayern schon wieder drei Punkte.

Man kann es sich ganz, ganz einfach machen: Wenn dieser eine Zentimeter nicht gefehlt hätte, dann wäre die Partie ganz anders gelaufen. Wenn dieser Kimmich-Schuss durch Sommers Hosenträger das 1:0 in der ersten Hälfte für die Bayern gegen Gladbach gewesen wäre ...

Man kann es sich nochmal einfach machen: Wieder klasse gespielt, wieder den Gegner lange total beherrscht, dieses Mal sogar den Spitzenreiter. Naja, die Tore, die kommen schon wieder. So argumentierte ja Karl-Heinz Rummenigge nach dem Leverkusen-Spiel.

Wenn man das alles so sieht, dann steht fest: Man kann sich auch kräftig in die eigene Tasche lügen. In dieser Saison ist es oft die gleiche Leier. Hertha, Leipzig, Hoffenheim, Augsburg, Leverkusen, am Samstag Gladbach: Chancen en masse, viel zu wenig Punkte. Die Bayern spielen mit den Gegnern Katz und Maus und werden am Ende selbst gebissen. Natürlich ist Pech dabei, aber es ist auch eine Frage der Qualität. Und der Ernsthaftigkeit. Die Spaßfußballer vergessen das Elementarste im Fußball. "Wir wissen, was wir falsch gemacht haben und werden das abstellen", versprach Trainer Hansi Flick nach dem Mega-Chancen-Spiel gegen Leverkusen. Da haben die Bayern-Profis wohl die Woche über nicht genau zugehört.

24 Punkte nach 14 Spielen, siebter Platz, 7 Punkte hinter Gladbach, 6 hinter Leipzig. Auch wenn der Titelkampf noch lange nicht entschieden ist, die Bayern stehen derzeit zurecht da, wo sie stehen. In den letzten Wochen von Niko Kovac hat es geheißen, das sei nicht Bayern-like, was geboten werde. Wenn etwas nicht Bayern-like war, dann die beiden Auftritte gegen Leverkusen und Gladbach.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.