11.11.2020 - 15:00 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabSport

Etwas andere Siegerehrung für Motorsportler Dominik Schraml

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Wie sich Siege und Meisterschaften anfühlen, weiß Dominik Schraml. In seiner Karriere stand der Motorsportler schon ganz oben auf dem Podest. So wie auch jetzt in Hockenheim. Aber diesmal war alles anders.

Boxenstopp mit Fahrerwechsel nach einer halben Stunde. Profirennfahrer Dominik Schraml übernimmt den Mercedes.
von Armin Eger Kontakt Profil

"Wir bekamen die Pokale, dann wurde noch ein Foto mit dem vorgeschriebenen Abstand geschossen, das war's dann auch", erzählt der 33-jährige Altenstädter über die Siegerehrung am Hockenheimring. Zusammen mit seinem niederbayerischen Partner Mario Hirsch hat sich der Oberpfälzer die Meisterschaft im Goodyear 60 geholt. Das Duo sammelte im Cockpit eines Mercedes-AMG GT3 im Saisonverlauf 23,5 Punkte ein und holte zwei Klassensiege in der Semi-Pro-Wertung. In dem 60-minütigen Rennen wechseln sich ein Amateur und ein Profi ab.

"Das Programm war im CoronaJahr auf drei von sechs geplanten Rennen geschrumpft", sagt Schraml. Nach den Läufen auf dem Lausitz- und Nürburgring fiel beim Finale auf dem Hockenheimring die Entscheidung. Hirsch/Schraml und die Konkurrenten Heyer/Spinoy waren punktgleich auf Platz eins. "Zu so einer späten Jahreszeit im November waren bisher noch nie entscheidende Rennen", blickt Schraml zurück auf das Wochenende, an dem auch die DTM ihren Meister ermittelte. "Beim ersten Training früh um 9 Uhr musste zuerst das Safety-Car raus um zu schauen, ob nicht irgendwo Eis auf der Strecke ist", sagt der 33-Jährige.

Die zweitbeste Zeit

Das Qualifying verlief für das oberpfälzisch-niederbayerische Duo perfekt. Während Mario Hirsch die zweitbeste Zeit in der Semi-Pro-Wertung einfuhr, kam Wim Spinoy nur auf Platz 14. Kupplungsprobleme am Auto verhinderten eine bessere Platzierung. Bis zum Rennen konnten die Mechaniker den Schaden nicht beheben. So blieb der Startplatz der Mitfavoriten auf den Gesamtsieg leer. Schraml: "Das ist schade, ich wollte das auf der Strecke entscheiden. So mussten wir nur ins Ziel kommen."

Aber der gebürtige Wiesauer wollte zeigen, dass er den Titel verdient hat. Ein starkes Überholmanöver in der letzten Runde sicherte ihm Platz drei des Gesamtklassements, hinter den Profis Markus Winkelhock im Audi R8 und Bernd Schneider/Bernd Mayländer im Mercedes-AMG GT3. "Die Namen kennt man ja", sagt Schraml überglücklich. "Das erste Jahr in der neuen Serie und dann gleich der Titel und die Teamwertung. Besser geht es nicht", sagt er. Allerdings war nach der Zieldurchfahrt im Corona-Jahr alles anders. "Zuschauer waren nicht erlaubt, eine Feier gab es auch nicht. Überreichung der Pokale und ein Foto - mehr ging nicht. Das ist alles nicht schön."

Schraml/Hirsch machen weiter

Jetzt ist zunächst Rennpause bis Ende Februar. Im kommenden Jahr wollen Schraml/Hirsch wieder gemeinsam im Cockpit sitzen. "Wir wollen die GT Open fahren", sagt Schraml. Jetzt hofft der hauptberufliche Race-Instruktor, dass er in den kommenden Monaten wenigstens seiner Arbeit nachgehen kann. "Im Januar und Februar hätte ich Eistrainingskurse in Österreich und in Schweden. Aber das ist ja alles ungewiss, ober das überhaupt geht."

Siegerfoto mit dem Altenstädter Dominik Schraml (vorne) und seinem Partner Mario Hirsch.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.