02.07.2020 - 11:33 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabSport

Trotz verkürzter Saison: Rennfahrer Schraml will durchstarten

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Weniger, später und ganz anders: Die Corona-Pandemie hat auch den Rennkalender von Dominik Schraml durcheinander gebracht. Nach Monaten der Ungewissheit ist der Wiesauer aber wieder zuversichtlich: "Es geht aufwärts und endlich wieder los".

Nicht so oft als geplant steigt Dominik Schraml in diesem Jahr in den AMG-Mercedes ein. Die Saison beginnt wesentlich später und es sind weniger Rennen. Aber der Altenstädter hofft trotzdem, mit seinem Partner Mario Hirsch möglichst viele Rennpunkte für die Meisterschaft einzufahren.
von Armin Eger Kontakt Profil

Viele Wochen war Rennfahrer Dominik Schraml zur Untätigkeit verdonnert. "Der Vorteil der ganzen Coronakrise war, dass ich sehr viel Zeit mit meiner Frau und meinem vierjährigen Sohn verbringen konnte", blickt der gebürtige Wiesauer zurück. "Die finanzielle Seite war hingegen nicht so schön. Vieles ist mir weggebrochen."

Alles für Saison vorbereitet

Als er am 9. März aus Schweden zurückkommt - dort bietet der 33-Jährige in den Wintermonaten Fahrsicherheitstrainings an - schlägt die Coronakrise richtig zu. "Wir dachten zunächst nicht, dass das alles so heftig wird", sagt Schraml. Denn alles war für die anstehende Motorsportsaison des Rennfahrers vorbereitet. Aber zunächst wurden die Testfahrten im Frühjahr abgesagt und dann auch die ersten Rennen. "Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, wie es weitergeht. Meine Haupteinnahmequellen aus meiner Tätigkeit als Driving-Instruktor sind auch weggefallen", sagt Schraml. "Wenigstens habe ich die finanzielle Corona-Soforthilfe bekommen."

Dominik Schraml.

Es geht wieder aufwärts

Seit einigen Wochen sieht er jetzt wieder Licht am Ende des Tunnels. "Ende April durften wir das erste Mal wieder zu Testfahrten an den Hockenheimring. Im Mai waren wir in Oschersleben, vorige Woche am Red-Bull-Ring im österreichischen Spielfeld." Das seien sechs wichtige Tage zur Vorbereitung auf die verkürzte Saison gewesen, die Ende August losgeht. Mit seinem Partner Mario Hirsch startet der Altenstädter in der GTC-Race-Serie. Beide gehen in einem Mercedes AMG-GT3 (6208 ccm/550 PS/ Team Èquipe-Vitesse) auf Punktejagd. Von den sechs vorgesehen Rennwochenenden sollen vier über die Bühne gehen, ohne Publikum allerdings, aber wie geplant im Rahmenprogramm der Deutschen-Tourenwagen-Masters (DTM).

"Wir sind gut drauf, wie die Tests gezeigt haben. Wir haben zusammen mit den Mechanikern das Auto richtig schnell gemacht. Es läuft super", hofft Profi Schraml, der zusammen mit dem Amateur Hirsch (gefahren wird abgewechselt) in der verkürzten Meisterschaft auf viele Rennpunkte hofft.

Start ist am Lausitzring vom 21. bis 23. August, dann geht es vom 11. bis 13. September auf den Nürburgring, im belgischen Zolder startet das Duo vom 9. bis 11. Oktober und den Abschluss bildet Hockenheim vom 6. bis 8. November. "Die Saison endet so spät wie noch nie", sagt Schraml. "Aber es fehlen die Monate, in denen nichts ging. Das haben wir auch bei den Test gemerkt. Es war nach den ersten Lockerungen nicht einfach, Termine zu bekommen und zudem waren noch weniger Teams zugelassen." Die Frage werde auch sein, ob alle gemeldeten Mannschaften starten. "Hohe Kosten für Autos, Personal und das gesamte Drumherum haben sicher viele in finanzielle Probleme gestürzt."

Auch im Porsche unterwegs

Der Altenstädter startet parallel dazu bei drei Rennen im German Porsche GT-Supersportscup. "Ich muss zweigleisig fahren und kann nicht warten und auf irgendwas hoffen. Wenn es heuer gut läuft, spekuliere ich auf einen AMG-Werksvertrag. Das wäre das Optimale für mich."

Noch muss sich Schraml aber im Cockpit beweisen und hoffen, dass alle Rennen auch gefahren werden. Optimistisch blickt er nach vorne, denn auch die ersten Aufträge als Fahr-Instruktor trudeln wieder ein. "Alles ist aber anders als noch voriges Jahr. Es gibt viele Auflagen und Vorschriften. Corona hat sehr viel verändert."

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